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Mozjpeg 2.0: Facebook unterstützt JPEG-Encoder von Mozilla

Der JPEG-Encoder Mozjpeg ist in Version 2.0 erschienen. Facebook will damit Bilder in seinem sozialen Netzwerk komprimieren und finanziert die weitere Entwicklung.
/ Sebastian Grüner
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Typisches Abtastmuster für die Entropie-Kodierung einer JPEG-Datei (Bild: Wikimedia/Alex Khristov - Public Domain)
Typisches Abtastmuster für die Entropie-Kodierung einer JPEG-Datei Bild: Wikimedia/Alex Khristov - Public Domain

Im März dieses Jahres hatte Mozilla einen JPEG-Encoder vorgestellt, der eine bessere Kompression des Dateiformats ermöglichen soll. Die nun veröffentlichte Version 2.0(öffnet im neuen Fenster) des Projekts Mozjpeg wolle Facebook testen, um in seinem sozialen Netzwerk Bilder weiter zu komprimieren, wie es in der Ankündigung heißt.

Gegenüber der bisher verwendeten Standard-Bibliothek Libjpeg-Turbo(öffnet im neuen Fenster) sollen die mit Mozjpeg 2.0 erstellten verlustbehafteten Bilder im Durchschnitt 5 Prozent weniger Speicherplatz benötigen, bei gleichbleibender Qualität. Für viele Bilder seien darüber hinaus weitere Einsparungen möglich.

Damit wird auch klar, warum Facebook sich an dem Projekt beteiligen möchte. Das Unternehmen könnte Speicherplatz einsparen und die Übertragung einiger Bilder könnte deutlich beschleunigt werden, was die Verwendung von Bildern in Facebook verbessern könnte. Deshalb spendet das Unternehmen auch 60.000 US-Dollar an Mozilla. Das Geld soll hauptsächlich dafür genutzt werden, Version 3 der Bibliothek zu erstellen.

Trellis-Quantisierung

Größte Neuerung der jetzt verfügbaren Version im Vergleich zu ersten Veröffentlichung ist die Integration der sogenannten Trellis-Quantisierung(öffnet im neuen Fenster) . Dieser Algorithmus wird unter anderem auch in x264 eingesetzt. Zudem erlaubt das Tool cjpeg nun auch JPEG-Dateien als Eingaben, sodass diese weiter verkleinert werden können.

Die Forschungsabteilung von Mozilla untersucht in einer fortlaufenden Studie verschiedene Bildkompressionen für WebP, JPEG, JPEG XR und HEVC-MSP sowie deren Encoder. Für die Test-Suite benutzt das Team nun die Programmiersprache C, was die Ergebnisse reproduzierbar machen soll. In der Auswertung berücksichtigt Mozilla auch die Laufzeit der Programme sowie deren Lizenzierung.

Ziel von Mozjpeg ist derzeit ausschließlich die Verbesserung der JPEG-Kodierung. Für die Dekodierung soll der Browser weiterhin Libjpeg-Turbo verwenden. Der Code zu Mozjpeg steht über Github zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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