Mozilla: Youtube schlägt Videos gegen eigene Richtlinien vor

Mit Hilfe von Datenspenden hat Mozilla den Algorithmus für Vorschläge von Youtube untersucht. Das Streamingportal kommt dabei nicht gut weg.

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Mozilla hat die Vorschläge von Youtube untersucht.
Mozilla hat die Vorschläge von Youtube untersucht. (Bild: Lucy Nicholson/File Photo/Reuters)

Die Mozilla-Foundation hat dia Videostreaming-Plattform Youtube untersucht und kommt dabei zu folgendem Ergebnis: "Der umstrittene Algorithmus von Youtube empfiehlt Videos, die als verstörend und hasserfüllt gelten und oft gegen die eigenen Inhaltsrichtlinien der Plattform verstoßen". Dieser Erkenntnis zugrunde liegt eigenen Angaben zufolge eine Untersuchung über einen Zeitraum von zehn Monaten mit Daten, die per Crowdsourcing erlangt wurden.

Zum Datensammeln genutzt wurde dabei die Erweiterung Regrets Reporter, "die Tausende von Youtube-Nutzer in Youtube-Überwacher verwandelt hat". Darüber konnten Nutzer freiwillig ihre Daten beim Surfen auf Youtube an Mozilla spenden, um Zugriff auf die vorgeschlagenen Videos zu erhalten, was sonst nicht möglich wäre. Mozilla selbst bezeichnet die nun vorgelegte Untersuchung dabei als größte ihrer Art. Die Datenspenden stammen von rund 37.000 Nutzern.

Die Teilnehmer konnten für die Untersuchung Videos melden, deren Ansehen sie selbst bereut haben. Das Spektrum an gemeldeten Videos sei dabei sehr breit. Dies reiche von "Covid-Angstmacherei über politische Fehlinformationen bis hin zu völlig unangemessenen 'Kinder'-Cartoons", schreibt Mozilla. Das Problem sei besonders in jenen Länder besonders groß, in denen Englisch nicht die Hauptverkehrssprache sei. Darüber hinaus seien rund 70 Prozent dieser gemeldeten Videos von Youtube selbst vorgeschlagen worden.

Wie Mozilla weiter schreibt, seien inzwischen 200 dieser vom Youtube-Algorithmus vorgeschlagenen Videos von der Plattform entfernt worden. Darunter seien auch Videos, die gegen die Regeln der Plattform verstoßen haben. Zusammengezählt seien diese Videos rund 160 Millionen Mal angesehen worden, bevor sie gelöscht wurden. Mozilla fordert Youtube nun auf anzuerkennen, "dass sein Algorithmus so konzipiert ist, dass er Menschen schädigt und falsch informiert."

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