Mozilla und Google: Probleme bei HTTP/2-Interoperabilität
Tester der Nightly- und anderer Vorabversionen des Browsers Firefox können sich seit etwa einer Woche nicht mehr bei Google-Diensten anmelden. Google selbst weist auf möglicherweise deaktivierte Cookies im Browser des Benutzers hin, entsprechend häufen sich die Fehlermeldungen bei Mozilla. Es liege aber an einer fehlerhaften HTTP/2-Implementierung von Google, schreibt der Curl-Entwickler und Mozilla-Angestellte Daniel Stenberg in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) .
Google habe am frühen Morgen des vergangenen Mittwoch damit begonnen, eine Implementierung des aktuellen 14. Entwurfs des Protokolls auf seinen Login-Servern einzusetzen und dort zu testen. Nur stimme diese Server-Implementierung mit keiner der existierenden Client-Implementierungen überein. Da Mozilla aber den Protokollentwurf standardmäßig in seinen Test-Versionen des Browsers einsetzt, tritt der Fehler bei einer vergleichsweise großen Anzahl an Nutzern auf. Nutzer von Google Chrome scheinen von diesem Fehler nicht betroffen zu sein.
In einem kurzen Test trat der Fehler bei uns ebenfalls auf. Dass es sich tatsächlich um einen Fehler bei HTTP/2 handelt, lässt sich einfach feststellen. Wird die Option network.http.spdy.enabled.http2draft im Firefox deaktiviert, klappt der Login reibungslos. Stenberg vermutet, dass Google einen fehlerhaften Umgang mit den Cookies in seiner Implementierung verwendet, die wohl ein Überrest aus der vorhergehenden Version des Entwurfes sei.
Bis der Fehler behoben ist, empfiehlt Stenberg HTTP/2 vorübergehend abzuschalten, um sich wie gewohnt anmelden zu können. Zwar ist die HTTP/2-Spezifikation offiziell noch in Entwicklung, das zuständige Gremium bei der IETF hat aber die letzte Phase für mögliche Veränderungen begonnen. Das Protokoll könnte also noch in diesem Jahr final verabschiedet werden.
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