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Mozilla: Thunderbird bekommt neues UI und noch mehr Entwickler

Der freie E-Mail-Client Thunderbird soll noch mehr Vollzeit-Entwickler bekommen. Diese könnten an einem neuen UI arbeiten, an der Unterstützung des Matrix-Chat oder an vielen weiteren wichtigen Details des Clients.

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Der Thunderbird ist ein Wesen der Mythologie Nordamerikas.
Der Thunderbird ist ein Wesen der Mythologie Nordamerikas. (Bild: Dennis Sylvester Hurd/CC0 1.0)

Erst vor wenigen Tagen haben die Macher des freien E-Mail-Clients Thunderbird angekündigt, ihre Entwicklung künftig über ein eigenes Unternehmen weiterzuführen. Auf der Fosdem-Konferenz stellt der Community-Manager Ryan Sipes nun einige weitere Pläne vor, die das Team mit seinem Projekt umsetzen will.

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Grundlage dafür sind laut Sipes die vielen Spendengelder, die das Projekt bekommt, seit es vor einigen Jahren aktiv darum gebeten hatte, da die Thunderbird-Entwicklung sonst hätte eingestellt werden müssen. Im vergangenen Jahr habe das Projekt demnach 1,5 Millionen US-Dollar erhalten. Davon werden inzwischen zehn Vollzeit-Entwickler bezahlt. Im laufenden Jahr sollen laut Sipes noch fünf bis sieben weitere hinzukommen.

Dass das Team dabei künftig über die eigene kleine Firma abgewickelt wird und nicht mehr über die gemeinnützige Mozilla Foundation, habe zwar auch organisatorische Gründe. Wie Sipes zugibt, soll dadurch aber vor allem die Steuerbehörde der US (IRS) dem Projekt weniger Probleme machen. Bei den vielen Ausgaben und Tätigkeiten könnte diese irgendwann die Gemeinnützigkeit infrage stellen, was verhindert werden soll.

Wichtiges Ziel mit dem vergrößerten Team ist es laut Sipes, weiter aktiv für und mit den Thunderbird-Nutzern zu arbeiten. Das seien immerhin mindestens 10 Millionen täglich aktive Nutzer sowie eine große Anzahl vieler weiterer nicht weniger aktiver Nutzer, deren Zahl sich aber schlecht messen lässt.

Deutlich selbstkritisch gibt Sipes zu, dass der E-Mail-Client dabei viele Schwächen habe und Nutzer dies auch immer wieder auf Twitter oder anderen öffentlichen Foren anmerken. Doch das Projekt will sich besser aufstellen und wichtige Details angreifen.

Handfeste Ideen und vage Pläne

Dazu gehören etwa das Neuschreiben des Adressbuchs, die bereits angekündigte Integration der E-Mail-Verschlüsselung statt des bisher genutzten Enigmail-Plugin sowie eine direkte Integration der Kalender-Funktion, die bisher auch über eine Plugin umgesetzt ist. Ausgebaut werden soll außerdem die Unterstützung für OTR-Chats und hinzukommen soll die Möglichkeit, das Matrix-Chatsystem zu verwenden. Letzteres ergebe Sinn, da Mozilla auf Matrix wechsele, so Sipes.

Darüber hinaus soll der E-Mail-Client wohl grundlegend neu gestaltet werden. Sipes sei klar, dass Veränderungen an UI und UX immer kontrovers seien, das Team habe aber bereits eine Vielzahl an Ideen für Veränderungen, die derzeit jedoch nur als Mockup existieren. Angepasst worden ist aber bereits das Fenster zum Erstellen von E-Mails. Die Mockups aus seinem Vortrag möchte Sipes in Kürze öffentlich zur Verfügung stellen.

Langfristig plant das Team außerdem einige wichtige Funktionen, um stärker in Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern wie Gmail treten zu können. Dazu sollen etwa E-Mails intelligenter bearbeitet werden können, zum Beispiel, indem interaktive HTML-Widgets in E-Mails unterstützt werden. Sipes könnte sich auch vorstellen, die aus dem KDE-Projekt stammende Reiseverwaltung Itinerary so ähnlich auch für den Thunderbird umzusetzen.

Wie Sipes sagt, gebe es in dem Team aber auch eine Vielzahl weiterer Ideen, die darüber hinausgehen. Diese sollen aber zunächst noch nicht konkret vorgestellt werden, sondern hauptsächlich diskutiert werden, etwa auf der Fosdem-Konferenz im direkten Austausch mit den Entwicklern.

Die zurzeit schon feststehenden Pläne für Änderungen hat das Team auf seiner Webseite veröffentlicht.

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