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Mozilla: Sprachforschung wird eingestellt

Der Entwickler Kelly Davis verlässt Mozilla . Damit endet wohl auch das Engagement Mozillas für Spracherkennung und -synthese.
/ Boris Mayer
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Mozilla (Bild: Flickr)
Mozilla Bild: Flickr / Public Domain

Der Leiter der Machine Learning Group bei Mozilla, Kelly Davis, hat sich an seinem letzten Arbeitstag dort per E-Mail verabschiedet und sich für die Unterstützung sowie das Interesse an den Projekten Deepspeech, Common Voice und Mozilla TTS bedankt.

"Infolge der Entlassungen bei Mozilla werden Mozillas Arbeiten zur Spracherkennung, Sprachsynthese und offenen Sprachdatenbank stark eingeschränkt" schreibt Davis. "Dies bedeutet wahrscheinlich, dass die Projekte auf Github verbleiben, aber keine weiteren Mozilla-Ressourcen verwendet werden, um sie zu entwickeln."

Davis selbst hat noch nicht entschieden, was er in Zukunft machen wird, würde aber gern weiterhin Open-Source-Projekte unterstützen.

Für die Sprachprojekte hofft er, dass sich Entwickler finden, die daran weiter arbeiten und sie trotz Mozillas eingeschränkter Unterstützung weiterentwickelten. Die Entscheidung Mozillas bezeichnete er als "bedauerlich."

Davis war seit 2015 bei Mozilla, zunächst arbeitete er am Smartphone-Betriebssystem Firefox OS mit, das später scheiterte. Seine Aufgabe war es, einen digitalen Assistenten dafür zu schaffen. Dabei fielen ihm die großen Lücken auf, die Open Source im Bereich Spracherkennung hat. Zunächst fokussierte sich die Machine-Learning-Gruppe daher auf Spracherkennung und den Aufbau einer freien Sprachdatenbank zum Trainieren der Software. Aufgrund ihrer Erfolge hatte das Team Freiheiten, sich mit anderen Themenbereichen zu beschäftigen, darunter automatische Zusammenfassungen, Sprachsynthese und Software, die Gespräche führen kann.

Mozilla Deep Speech – Interview (englisch)
Mozilla Deep Speech – Interview (englisch) (05:33)

Davis war bei Mozilla Research Leiter des Machine-Learning-Teams im Berliner Büro. Er studierte Mathematik und Physik am MIT, seine Abschlussarbeit befasste sich mit der M-Theorie. Erst danach kam er zum Programmieren.


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