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Mozillas neue Engine braucht noch sehr viel Zeit.
Mozillas neue Engine braucht noch sehr viel Zeit. (Bild: Mozilla)

Mozilla: Servo braucht noch mindestens zwei Jahre

Mozillas neue Engine braucht noch sehr viel Zeit.
Mozillas neue Engine braucht noch sehr viel Zeit. (Bild: Mozilla)

Die neue Rendering-Engine von Mozilla - Servo - soll mehr Geschwindigkeit und Sicherheit bringen, braucht aber noch mindestens zwei Jahre bis zur Einsatzfähigkeit. Bis dahin bleibt es ein Forschungsprojekt.

Nur ein sehr kleines Team arbeitet Vollzeit bei Mozilla Research an der neuen Rendering-Engine Servo. Doch die Arbeit daran sei sehr wichtig, sagte Josh Matthews auf der Fosdem in Brüssel, denn die Designs der aktuell verwendeten Engines wie Gecko oder Webkit seien mehr als 15 Jahre alt und dementsprechend nicht gut auf moderne Hardware ausgelegt. Zudem ist es sehr schwierig, die Interna dieser Engines grundlegend zu verändern. Doch Servo wird frühestens in zwei Jahren in Browser für Endnutzer integriert.

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Servo ist Pre-Alpha

Selbst das ist ein sehr eng gestecktes Ziel. Denn bis jetzt verteilt das Team noch nicht einmal Binärdateien an Alphatester, da die Engine zu instabil ist. Unter Windows lässt sich die Engine derzeit noch nicht einmal kompilieren. Matthews glaubt aber, dass bereits in diesem Jahr mit dem sogenannten Dogfooding begonnen werden kann, also einem breiteren Einsatz der Software innerhalb von Mozilla.

Bis dahin wollen die Entwickler noch fehlende DOM-APIs und CSS-Funktionen einbauen sowie dafür sorgen, dass die Acid2- und Acid3-Tests ohne Fehler durchlaufen. Ob auf Basis der Engine auch ein neues Browser-UI entsteht, ist überhaupt noch nicht klar. Eindeutiger Fokus der Entwickler ist Servo selbst, alle darüber hinausgehenden Entscheidungen sollen später getroffen werden.

Parallelismus erforschen

Eines der Hauptanliegen von Servo ist es, die Aufgaben zum Darstellen einer Webseite parallel zueinander abzuarbeiten. Dabei setzen die Entwickler nicht nur auf die Vorteile von Mehr-Kern-Prozessoren, sondern greifen auf ein Konzept der Programmiersprache Rust zurück, die sogenannten Tasks. Diese sind grob so etwas Ähnliches wie die aus anderen Sprachen bekannten Threads.

Die Darstellung bestimmter Inhalte geschieht in einer Pipeline, diese umfasst das Erstellen des Geometrie-Layouts, das eigentliche Rendern sowie die Veränderungen dessen durch Javascript. Für eine Webseite können so verschiedene Pipelines genutzt werden. Zum Beispiel je eine Pipeline für den Inhalt der Webseite, der sich wenig verändert, sowie für die Animationen durch Werbung.

Dabei gilt, dass jede Pipeline in genau einem Task verarbeitet wird. Werden die Pipelines unabhängig voneinander abgearbeitet, kann das zumindest theoretisch den Aufbau einer Webseite beschleunigen. Bis zu einem gewissen Teil lässt sich dieses Konzept auch auf einzelne Teile des DOM-Trees anwenden, so dass die Teil-Bäume unabhängig voneinander erstellt werden könnten.

Rust bringt Sicherheit

Matthews zufolge wird Rust aber auch die Sicherheit im Vergleich zu jetzigen Browsern erhöhen, da viele Fehler in Verbindung mit der Speicherverwaltung in Rust nicht auftreten können. So führen etwa Nullzeiger zu einem Kompilierfehler und können nicht genutzt werden, ebenso ist es nicht möglich, auf bereits freigegebene Speicherbereiche zuzugreifen und der Speicher einzelner Tasks ist voneinander isoliert.

Interessierten steht der Code von Servo über Github zum Download zur Verfügung. Die Quellen lassen sich derzeit aber nur unter Mac OS X sowie Linux übersetzen und werden nur auf 64-Bit-Systemen getestet.


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Lala Satalin... 03. Feb 2014

Hm ja, seit ich 2 SSDs im Raid0 habe (und das in einem Ultrabook) mit Leseraten von 1200...

Lala Satalin... 03. Feb 2014

Da fehlt nicht nur CSS, sondern HTML wird nicht mal richtig geparst.

sg (Golem.de) 03. Feb 2014

Es sind natürlich 64-Bit-Systeme gemeint, und ist nun geändert. Danke



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