Mozilla: Linux-Hardwarebeschleunigung in Firefox verlangt Ausnahmen

Unter Linux kann zwar die Hardwarebeschleunigung im Firefox-Browser genutzt werden. Die Liste der Ausnahmen und Voraussetzungen bleibt aber lang.

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Der Support für die Hardware-Beschleunigung im Firefox-Browser unter Linux ist noch sehr beschränkt.
Der Support für die Hardware-Beschleunigung im Firefox-Browser unter Linux ist noch sehr beschränkt. (Bild: Mathias Appel, flickr.com/CC0 1.0)

Zwar aktiviert die aktuelle Version 84 des Firefox-Browsers erstmals die Hardwarebeschleunigung unter Linux, noch fehlt jedoch die Unterstützung für eine Vielzahl von Systemen. Darauf weist der an den Arbeiten maßgeblich beteiligte Red-Hat-Entwickler Martin Stránský in seinem Blog hin. Dennoch zeigt er sich erfreut darüber, dass die Hardwarebeschleunigung "endlich" verfügbar sei.

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Konkret verwendet wird die Webrender genannte Technik derzeit für den Gnome-Desktop bei der Nutzung von X11. Die offizielle Unterstützung für Wayland will Mozilla mit Firefox 85 ausliefern. Die Linux-Distribution Fedora aktiviert aber auch bereits die Nutzung der Hardwarebeschleunigung unter Wayland in Firefox 84. Genutzt wird die Technik darüber hinaus auch nur auf AMD-GPUs mit dem offiziellen freien Linux-Treiber.

Wie unter Windows und MacOS zeichnet sich also ab, dass auch das Ausrollen von Webrender und der unter Linux damit verbundenen Hardwarebeschleunigung wohl noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen wird. Immerhin müssen viele weitere Kombinationen aus Hardware- und Software noch getestet und dann aktiviert werden.

Vor den von Stránský initiierten Arbeiten fehlten dem Firefox-Hersteller Mozilla schlicht Ressourcen dafür, die vielen Treiberfehler unter Linux einzeln zu beheben und deaktivierte die Technik deswegen. Auch die Entwickler des Chrome-Browsers haben diese Funktion zwar umgesetzt, pflegen bisher aber eine große Liste diverser Ausnahmen.

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Laut dem Blogeintrag von Stránský sind die größeren derzeit noch existierenden Probleme für die Hardwarebeschleunigung unter Linux in Firefox etwa die Unterstützung von KDE Plasma und anderen Desktop-Oberflächen, bei denen das 3D-beschleunigte Compositing nicht vorausgesetzt werden kann. Auch die Unterstützung von XWayland ist derzeit noch in Arbeit. Hinzu kommen die bereits erwähnten Treiber- und Hardware-Kombinationen, die derzeit noch offiziell von der Nutzung ausgeschlossen sind. Um dies zu ändern, ruft Stránský auch dazu auf, die Arbeiten zu testen und sich daran zu beteiligen.

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