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Mozilla Firefox: Werbung von und mit der Community

Personalisierte Werbung anbieten und gleichzeitig die Privatsphäre seiner Nutzer schützen: Damit will Mozilla ein Vorbild im Web werden. Helfen kann dabei auch die Community, wie Marketingchef Patrick Finch im Gespräch mit Golem.de erklärt. Noch steht dem Projekt aber einiges an Arbeit bevor.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozilla beginnt kommende Woche mit dem Testen der Suggested Tiles.
Mozilla beginnt kommende Woche mit dem Testen der Suggested Tiles. (Bild: Mozilla/CC-BY-SA 3.0)

Vor etwa einem Jahr begann Mozilla, Werbekacheln in der Übersicht für neue Tabs anzuzeigen. Seit etwas mehr als zwei Wochen testet das Team mit den sogenannten Suggested Tiles gar personalisierte Werbung. Im Gespräch mit Golem.de hat der verantwortliche Marketingchef Patrick Finch erklärt, dass die Programme Nutzern einen echten Mehrwert bieten sollen. Umgesetzt werden könne dies aber nur mit einer aktiven Beteiligung der Community, die dafür auch von der Werbung profitieren soll.

Werbung für die Community

Inhalt:
  1. Mozilla Firefox: Werbung von und mit der Community
  2. Benutzerfreundliche Werbung als Geschäftsmodell

Denn anders als bei derartigen Kooperationen üblich soll es auch explizit nichtkommerzielle Vereinbarungen geben. Denkbar sei zum Beispiel die Integration von Kacheln für gemeinnützige Organisationen, sagt Finch. Wohl auch deshalb vermeidet Mozilla den Begriff Werbung und spricht selbst lediglich von Suggestions, also Vorschlägen.

Noch könnten die Partner zwar nicht offiziell genannt werden, doch in dem laufenden Betatest wird in Ansätzen deutlich, was das bedeuten könnte. So zeigt Mozilla derzeit Werbung für sich und seine Dienste, "die Mission", wie Finch es nennt. Dementsprechend könnten Nutzer künftig Hinweise auf bekannte Organisationen wie EFF, FSF oder auch ACLU erhalten, mit denen Mozilla viele Werte teilt.

Ob Mozilla darüber hinaus Partnerschaften mit kommerziellen Anbietern anstrebt, die nicht für die Zusammenarbeit bezahlen müssen, ist derzeit nicht klar. Finch und sein Team sehen sich aber auch diese Möglichkeit näher an.

Vorschläge aus der Community

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Die Auswahl, welche Werbekacheln Nutzer über die Suggested Tiles letztlich zu sehen bekommen, wird über eine Liste von URLs getroffen, die in Interessengruppen sortiert sind. Diese finden sich direkt im Quellcode des Browsers, was es zumindest theoretisch ermöglicht, relativ einfach Einfluss darauf zu nehmen.

Ob dies auch Programmierern erlaubt sein wird, die nicht bei Mozilla angestellt sind, ist zurzeit allerdings ungeklärt. Finch zufolge ist diese Idee schlicht noch nicht erörtert worden, da die Arbeiten an dem Programm noch nicht so weit fortgeschritten sind.

Der Marketingchef kann sich jedoch durchaus vorstellen, diese Art der Community-Beteiligung aktiv zu nutzen. So benötigt das Projekt einen sehr hohen Verwaltungsaufwand, vor allem zum Auffinden der Partner und für die Pflege der Liste. Das gilt laut Finch vor allem für die geplante Ausweitung auf weitere Märkte außerhalb der USA.

Mozilla könnte hierfür auf das Wissen lokaler Entwicklergruppen zurückgreifen, um den Aufwand zu reduzieren und dennoch angemessene Vorschläge liefern zu können. Möglicherweise wird sogar das Einreichen von Patches dazu ausreichen.

Benutzerfreundliche Werbung als Geschäftsmodell 
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Wander 12. Jun 2015

Natürlich erwarte ich das, zumindest in groben Umrissen. Wie sonst kannst du Kritik an...

hiDDen 12. Jun 2015

Naja... da steht, dass sie _viele_ Werte teilen würden und nicht, dass sie zu alles und...

Lala Satalin... 11. Jun 2015

Die jeder sowieso direkt deaktivieren wird. Joah, wirklich tolle Zukunft. ;)


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