Mozilla: Firefox verbessert Trackerschutz und bringt WebP und AV1
Wie bereits in den vergangenen Versionen bringt Hersteller Mozilla auch für die aktuelle Version 65 des Firefox-Browsers(öffnet im neuen Fenster) einige Verbesserungen für den integrierten Trackingschutz. In der nun verfügbaren Version haben die Entwickler das Aussehen der Steuerung für den Trackingschutz in den Einstellungen überarbeitet. Nutzer können dort nun zwischen den Optionen Standard und Streng wählen.
Bei Standard wird wie bisher auch die Aktivitätenverfolgung nur im privaten Modus aktiviert, im Modus Streng auch in einer normalen Browsersitzung. Eine benutzerdefinierte Einstellung ist natürlich ebenso möglich. Zusätzlich dazu haben die Entwickler in den Einstellungen nun auch eine Option umgesetzt, die es einfach ermöglichen soll, die Sprache des Browsers zu ändern.
Freie Medienformate im Firefox
Wie im vergangenen Jahr angekündigt, unterstützt der Firefox-Browser nun auch das freie Bildformat WebP, das bereits seit mehr als acht Jahren als Alternative zu JPEG bereitsteht. Das Format ist aus dem Videocodec VP8 abgeleitet und stammt von Google, wenig überraschend unterstützt deshalb auch Googles Chrome-Browser das Format schon lange. Nun folgt also auch der Firefox. Die Entwickler von Microsofts Edge wollten ebenfalls WebP unterstützen und künftig sogar auf Chromium wechseln. Einer größeren Verbreitung von WebP steht damit eigentlich nicht mehr viel im Weg.
Als neues Medienformat unterstützt der Firefox in Version 65 unter Windows nun auch standardmäßig den freien Videocodec AV1(öffnet im neuen Fenster). Unter Linux ist die Option derzeit noch standardmäßig deaktiviert und muss explizit über die Option media.av1.enabled in about:config aktiviert werden. Erste Tests dazu hatten die Firefox-Macher bereits Ende des Jahres 2017 durchgeführt. Genutzt werden kann nun außerdem der von der Videolan-Community erstellte AV1-Decoder Dav1d, der besonders gut skalieren soll. Zum Testen stehen zum Beispiel einige Videos auf Youtube bereit.
Windows-Admins können sich darüber freuen, dass Mozilla künftig auch einen MSI-Installer des Firefox bereitstellt, der die Verteilung und Updates in Unternehmen vereinfachen soll. Websockets können nun per HTTP/2 genutzt werden, und unter MacOS, Linux und Android kommt ein stärkerer Stack Smashing Protector zum Einsatz. In dem noch vergleichsweise neuen Taskmanager, der unter about:performance bereitsteht, wird nun auch die Speicherauslastung angezeigt.
Der Browser kann nun außerdem vor dem Beenden warnen, auch wenn die Einstellung zum Wiederherstellen der Sitzung aktiviert ist. Unter MacOS und iOS unterstützt der Firefox-Browser nun auch das sogenannte Handoff. Das heißt, Nutzer können etwa das auf dem iPhone begonnene Lesen einer Webseite direkt auf ihrem Mac fortsetzen.
Firefox 65(öffnet im neuen Fenster) steht über die Archiv-Server von Mozilla bereit und soll demnächst als Update verteilt werden.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.