• IT-Karriere:
  • Services:

Mozilla: Firefox soll mit Werbung in Pocket experimentieren

Die Integration von Pocket in Firefox will Hersteller Mozilla nutzen, um wieder mit Werbeanzeigen zu experimentieren. Das führt alte Ideen von Pocket und Mozilla eigentlich nur fort. Ob das Konzept aber diesmal überzeugt, bleibt abzuwarten.

Artikel veröffentlicht am ,
Der aktuelle Firefox-Browser zeigt Nutzern Pocket-Empfehlungen, künftig vielleicht auch Werbung.
Der aktuelle Firefox-Browser zeigt Nutzern Pocket-Empfehlungen, künftig vielleicht auch Werbung. (Bild: Mozilla/CC-BY-SA 3.0)

Vor fast einem Jahr hat Mozilla das Unternehmen Read it Later übernommen, das für Pocket verantwortlich ist. Mit Pocket lassen sich Texte aus dem Web und aus Apps zum späteren Lesen abspeichern. Das entsprechende Addon ist fester Bestandteil des Firefox-Browsers und die Technik wird seit Firefox 57 alias Quantum für die Anzeige von Empfehlungen in der Ansicht für einen neuen Tab genutzt. Wie Mozilla in seinem Blog schreibt, soll das Konzept nun auch für Werbung getestet werden.

Stellenmarkt
  1. DEHOGA Baden-Württemberg e. V., Stuttgart
  2. MKL Ingenieurgesellschaft mbH, München

Neu ist diese Idee nicht. So bestand das Geschäftsmodell für Pocket vor der Übernahme aus einem Premium-Angebot sowie seit 2016 auch aus der Anzeige von "gesponserten Inhalten" bei Pocket-Nutzern. Auch Mozilla hat im Verlauf der Jahre 2014 und 2015 damit experimentiert, Werbung in sogenannten Tiles im Firefox-Browser anzuzeigen. Jenes Experiment hat Mozilla zwar offiziell eingestellt, sich die Möglichkeit weiterer Vorstöße in diese Richtung jedoch offengehalten, was nun wohl in Kombination mit Pocket wieder umgesetzt werden soll.

Gute Werbung in Pocket

Der vorgestellte Plan sieht vor, als Teil der neuen personalisierten Empfehlungen "gelegentlich gesponserte Inhalte" in den Pocket-Empfehlungen der Neuen-Tab-Ansicht darzustellen. Getestet werde dies zunächst nur in der Betaversion des Browsers sowie mit einer kleinen Anzahl von Firefox-Nutzern in den USA.

Mozilla will eigenen Angaben zufolge damit versuchen, die Werbung im Netz ein Stück weit zu verbessern. "Wir glauben, dass das aktuelle Modell der Webwerbung kaputt ist, weil es die Privatsphäre der Nutzer nicht respektiert, nicht transparent ist, eine mangelnde Kontrolle hat und sich gleichzeitig in Richtung Clickbait und minderwertigen Inhalten bewegt", heißt es als Begründung.

Die Personalisierung der Werbung in Pocket geschieht dabei ausschließlich lokal, so dass die Daten der Nutzer mit niemandem geteilt werden müssen. Die gesponserten Inhalte sollen darüber hinaus klar gekennzeichnet werden. Außerdem können Nutzer Werbung, die ihnen nicht gefällt, verstecken oder die Funktion völlig abschalten, verspricht Mozilla.

Vertrauen bleibt wichtig

Weitere Versprechen sind jedoch eher vage und die Nutzer sind hier zwangsläufig gezwungen, Mozilla zu vertrauen. So belohne das System von Pocket "wertvolle Inhalte, die der Zeit der Nutzer würdig sind und nicht von Klicks getrieben". Noch gibt es aber keine Details dazu, wie das gewährleistet werden soll, etwa ob die Inhalteanbieter von Mozilla oder Pocket vorausgewählt und bewertet werden und falls ja, nach welchen Kriterien.

"Als offene Organisation ist der gesamte Code in Firefox Open Source und wir gestalten alle unsere Produkte und Richtlinien offen", heißt es ebenfalls in der Ankündigung. Bei der Übernahme von Pocket hatte Mozilla allerdings versprochen, sämtlichen Code von Pocket als Open Source zu veröffentlichen. Das gilt entgegen einigen Medienberichten bisher aber noch nicht für den Server-Code von Pocket. So steht lediglich der Client-Code des Addons frei zur Verfügung sowie einige von Pocket geschriebene UI-Bestandteile für seine Dienste oder auch SDK-Bibliotheken sowie einige wenige andere Bibliotheken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 49,00€
  2. 89,00€
  3. 71,71€
  4. (u. a. Asus Zenbook 14 für 1.049,00€, Lenovo Ideapad 330 für 439,00€, MSI Trident 3 für 759...

Dawkins 31. Jan 2018

Merkwürdig. Hatte Pocket ebenfalls über about:config deaktiviert, kurz nachdem Firefox...

ecv 31. Jan 2018

Leider sehen alle Alternativen nach nem Jahr das sie auch ein paar Millionen verdienen...

ecv 31. Jan 2018

+1 Einen webdienst nutzen und sich dann über deren Modell beschweren :-)

ecv 31. Jan 2018

Uh, da muss ich mir direkt selbst antworten. Premium Internet. Und für jede Werbung die...

FreiGeistler 30. Jan 2018

"Eindeutig" im Sinne einer BrowserID (Chrome), einer SessionID, Browser-Fingerprinting...


Folgen Sie uns
       


Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom

Wetter, Allgemeinwissen, sächsische Aussprache - wir haben den Magenta-Assistenten gegen Alexa antreten lassen.

Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom Video aufrufen
Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2
  3. Micropython Das Pyboard D ist ein Steckbausatz für IoT-Bastler

    •  /