Mozilla: Firefox-Prototyp für iOS nutzt Swift
In einem zuvor privaten Repository auf Github(öffnet im neuen Fenster) ist der Quellcode zu einem Firefox-Prototyp für iOS nun öffentlich einsehbar. Erst vor wenigen Tagen twitterten zwei führende Mozilla-Entwickler aus einer internen Konferenz heraus, dass eine Firefox-Version für iOS in Planung sei.
Wie nun aus dem Code hervorgeht, arbeitet ein Team von vier Mozilla-Hackern seit etwa einem Monat an der Anwendung. Diese ist zudem fast ausschließlich in der Programmiersprache Swift verfasst, die Apple als Alternative zu Objective-C für iOS- und OS-X-Apps erst seit einem halben Jahr bereitstellt.
Nur wenige Bestandteile sind noch in Objective-C verfasst. Dies betrifft vor allem die Umsetzung der Infrastruktur für den Dienst Firefox Accounts, der unter anderem zum Synchronisieren der Einstelllungen genutzt werden kann. Dazu werden Wrapper und Funktionen auf Basis von OpenSSL verwendet. Darüber hinaus sind in den Code bereits zwei freie Swift-Bibliotheken von Dritt-Anbietern integriert worden.
Außer den Tweets und dem nun einsehbaren Code hat sich Mozilla noch nicht offiziell zu einer Firefox-Version für iOS geäußert. Bisher ist dies immer aus technischen Gründen abgelehnt worden. Firefox kann auf iOS nicht seine eigene Rendering-Engine Gecko verwenden, sondern muss Apples Webkit nutzen.
Der nun verfügbare Code, der sich laut den Entwicklern noch stark verändern kann und nicht mehr als einige frühe Ideen implementiert, zeigt dennoch die mögliche Umsetzung auf. Statt einer Portierung von bisher gepflegtem Code und einem Hack um Webkit herum, entsteht eine neue Browser-Anwendung von Mozilla, in der die vielen Firefox-Dienste implementiert werden.
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