Total Cookie Protection: Firefox isoliert Webseiten-Cookies für alle

Der Browserhersteller Mozilla hat angekündigt, künftig standardmäßig allen Firefox-Desktop-Nutzern die sogenannte Total Cookie Protection bereitzustellen. Die Cookies einzelner Webseiten werden dabei voneinander isoliert, "dadurch wird verhindert, dass Tracking-Unternehmen diese Cookies verwenden, um Ihr Surfverhalten von Webseite zu Webseite zu verfolgen" , wie der Hersteller schreibt. Gemeinsam mit der Webseitenisolierung werde Firefox so zum "sichersten Browser" .
Die Firefox-Macher von Mozilla setzen zur Erklärung der Technik auf die Metapher einer Keksdose (Cookie-Jar). Demnach bekommt nun jede Webseite eine eigene Keksdose, also einen separaten Speicher für Cookies. Dazu heißt es weiter in Bezug auf die Nutzer: "Anstatt Trackern die Möglichkeit zu geben, Ihr Verhalten auf mehreren Webseiten zu verknüpfen, erhalten sie nur Einblick in das Verhalten auf einzelnen Webseiten." Auf ein ähnliches Konzept setzt der auf Firefox basierende Tor-Browser mit First Party Isolation, das in diesem Fall die Anonymität der Tor-Nutzer gewährleisten soll.
Die Arbeiten sind dabei der vorläufige Höhepunkt langjähriger Initiativen des Herstellers Mozilla, um gegen Tracking-Cookies vorzugehen. Im großen Umfang damit begonnen hat das Team bereits im Jahr 2015 mit der Einführung des automatisch aktivierten Trackingschutzes. Es folgten weitere Techniken wie etwa die sogenannte Enhanced Tracking Protection, die seit 2019 aktiv im Firefox ist und bei der mit Hilfe einer Liste bekannter Third-Party-Tracker eben diese blockiert werden.
Die nun eingeführte Total Cookie Protection testet Browserhersteller Mozilla seit mehr als einem Jahr. Zunächst im strikten Modus des Trackingschutzes(öffnet im neuen Fenster) , dann auch standardmäßig im privaten Modus des Browsers(öffnet im neuen Fenster) . Die Technik konnte auch über die Optionen in about:config genutzt werden. Aktiviert werden soll die Technik zunächst für neue Nutzer und dann graduell an alle anderen ausgerollt werden. Bis Mitte August soll die Funktion dann für alle Nutzer des Firefox-Browsers standardmäßig zum Einsatz kommen.



