Mozilla: Firefox implementiert Webkit-Funktionen

Viele Webseiten, vor allem für mobile Geräte, nutzen weiterhin die nicht standardisierten Webkit-Präfixe in ihrem Code. Mozilla hat diese für CSS und DOM-APIs nun zur Erhaltung der Kompatibilität gezwungenermaßen auch im Firefox umgesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine japanische Webseite im Firefox mit (links) und ohne (rechts) Webkit-Kompatibilität
Eine japanische Webseite im Firefox mit (links) und ohne (rechts) Webkit-Kompatibilität (Bild: Karl Dubost/CC0 1.0)

Viele Nutzer wüssten einfach nicht, warum eine Webseite in ihrem Browser im Zweifel nicht richtig dargestellt werde. Dieser Realität müsse sich nun auch Mozilla stellen, schließlich habe jeder Anwender ein richtiges Nutzungserlebnis verdient, schreibt der Entwickler Karl Dubost. In den Nightly-Versionen des Firefox sind deshalb nun einige Webkit-Präfixe implementiert worden.

Stellenmarkt
  1. Systemprogrammierer Netzbetrieb (m/w/d)
    htp GmbH, Hannover
  2. Fachinformatiker (m/w/d) Systemintegration für den IT-Support
    Goldbeck GmbH, Bielefeld, Düsseldorf, Monheim am Rhein, Leipzig, Treuen, Hirschberg an der Bergstraße
Detailsuche

Mit Hilfe der sogenannten Hersteller-Präfixe können Webentwickler Funktionen umsetzen, die noch nicht standardisiert sind oder eben nur von einem Browser beziehungsweise nur einer Rendering-Engine unterstützt werden. Viele Webseiten, insbesondere jene für Mobilgeräte, sind in der Vergangenheit allerdings ausschließlich mit Webkit-Präfixen erstellt worden. Statt der finalen Versionen der Standards nutzen die Seiten aber weiterhin die Präfixe.

Beim Firefox führte diese Art der Programmierung letztlich bisher aber oft zu Darstellungsproblemen, da der Browser die Webkit-Präfixe nicht unterstützt hat. Um jedoch ein entsprechendes Ergebnis garantieren zu können, hat das Team von Mozilla nun verschiedene CSS-Funktionen und DOM-APIs mit diesem Präfix umgesetzt.

Das Team von Mozilla hat dafür schließlich die aus ihrer Sicht wichtigsten Funktionen implementiert, also jene, welche die Nutzbarkeit am meisten stören. Diese Pläne seien unter anderem mit Google und Microsoft diskutiert worden. Letzteres hat eine ähnliche Strategie bereits im Sommer 2014 angekündigt und die für den Edge-Browser erstellte Kompatibilitätsliste den Mozilla-Entwicklern zur Verfügung gestellt.

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS
    14./15. September 2021, online
  2. OpenShift Installation & Administration
    9.-11. August 2021, online
  3. Python kompakt - Einführung für Softwareentwickler
    28.-29. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

Final erscheinen die Funktionen wahrscheinlich mit Firefox 46 oder 47, im April oder Mai dieses Jahres. Gesteuert werden kann das Verhalten in den verfügbaren Vorabversionen mit der Option layout.css.prefixes.webkit in about:config.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor

160 Wh pro Kilogramm. 80 Prozent Akkuladung in 15 Minuten. 90 Prozent Kapazität bei minus 20 Grad Celsius. CATL startet eine neue Ära der Akku-Technik.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor
Artikel
  1. Erneuerbare Energien: Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb
    Erneuerbare Energien
    Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb

    Die Meere bieten viel Energie, die sich in elektrischen Strom wandeln lässt. In Schottland ist gerade ein neues Gezeitenkraftwerk ans Netz gegangen.

  2. Spionagesoftware: Israelische Behörden überprüfen Pegasus-Hersteller NSO
    Spionagesoftware
    Israelische Behörden überprüfen Pegasus-Hersteller NSO

    War es eine Razzia oder eine freundliche Besichtigung? Der diplomatische Druck auf Israel wegen des Trojaner-Herstellers NSO zeigt offenbar Wirkung.

  3. Verschlüsselung: Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen
    Verschlüsselung
    Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen

    Eine mit Bitlocker verschlüsselte SSD mit TPM-Schutz lässt sich relativ einfach knacken. Ein Passwort schützt, ist aber nicht der Standard.

blausand 06. Jan 2016

Bin da kein Chef-Unterhändler, aber dass sowas (wieder) angeht, wirft ja mal ein ganz...

Themenzersetzer 06. Jan 2016

Im Firefox. Im Feuerfuchs. Im Browser. Passt also.

Vanger 05. Jan 2016

Das W3C hat sich durch diese extrem langwierigen Standardisierungsprozesse (sprich: sie...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Bosch Professional günstiger • Asus TUF Gaming 23,8" FHD 144Hz 169€ • Acer-Chromebooks zu Bestpreisen (u. a. 14" 64GB 229€) • Alternate (u. a. Deepcool-Gehäuselüfter ab 24,99€) • EA-Spiele (PC) günstiger (u. a. Battlefield 5 5,99€) • Philips-Fernseher 65" Ambilight 679€ [Werbung]
    •  /