Mozilla Firefox: Firefox bietet unbegrenztes VPN im Sommer
Mozilla ändert vorübergehend die Bedingungen für den integrierten VPN-Dienst im Firefox-Browser. Während der Sommermonate hebt das Unternehmen die übliche Datenbegrenzung vollständig auf(öffnet im neuen Fenster). Normalerweise ist das monatliche Transfervolumen in der kostenlosen Variante auf 50 Gigabyte beschränkt. Bis zum 31. August können Anwender den Datenverkehr über den Browser ohne ein solches Limit verschlüsseln. Die Funktion erhöht den Schutz der Privatsphäre, wenn sich Nutzer von unterwegs aus in fremde Netzwerke einwählen, beispielsweise an Flughäfen, in Hotels oder in Cafés.
Mehr Standorte zur Auswahl
Zusätzlich zum unbegrenzten Datenvolumen erweitert Mozilla den Zugriff auf die Serverinfrastruktur. Bisher stand in der kostenfreien Variante lediglich eine stark eingeschränkte Auswahl an Serverstandorten zur Verfügung. Für den Aktionszeitraum schaltet das Unternehmen insgesamt 28 Standorte frei. Dazu gehören Server in Ländern wie Deutschland, den USA, dem Vereinigten Königreich, Singapur und Neuseeland.
Die Steuerung der Funktion erfolgt direkt über die Benutzeroberfläche des Browsers. Das System erlaubt Anpassungen für einzelne Webseiten. Sollte eine Internetseite bei aktiver VPN-Verbindung Fehler aufweisen, lässt sich der Schutz gezielt für diese Adresse deaktivieren. Weitere Ausnahmen können Anwender in den erweiterten Einstellungen der Software festlegen.
Automatisches Ende der Aktion
Die Aktion ist zeitlich befristet. Am 1. September erfolgt die automatische Rückstellung des Dienstes in den regulären Standardmodus. Ab diesem Zeitpunkt gilt wieder die ursprüngliche Begrenzung auf ein Datenvolumen von 50 Gigabyte pro Monat. Gleichzeitig reduziert sich die Auswahl der verfügbaren Serverländer wieder auf das vorherige Maß. Nutzer, die den Browser einsetzen und zusätzliche Privatsphäre in öffentlichen WLAN-Netzen benötigen, können die erweiterten Funktionen bis zum Stichtag ohne zusätzliche Schritte in Anspruch nehmen.
Proxy, kein vollwertiges VPN
Obwohl Mozilla und viele Medienberichte den Dienst vereinfachend als VPN bezeichnen, handelt es sich technisch gesehen um einen verschlüsselten Proxy-Dienst. Der entscheidende Unterschied: Der Schutz greift ausschließlich für den Datenverkehr, der direkt im Firefox-Browser stattfindet. Andere Anwendungen auf dem Gerät – etwa E-Mail-Programme, Streaming-Apps oder Systemdienste – werden nicht über den Proxy geleitet und bleiben damit ungeschützt. Wer vollständigen Schutz für sein gesamtes Gerät benötigt, ist also weiterhin auf ein klassisches VPN angewiesen.
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