Mozilla: Firefox experimentiert mit mehreren Identitäten
Das Entwicklerteam des Firefox experimentiert in den Nightly-Versionen des Browsers(öffnet im neuen Fenster) derzeit mit einer Funktion, die es Nutzern ermöglichen soll, ihre Online-Identitäten besser zu trennen, als dies bisher möglich ist. Dafür stehen sogenannte Container bereit, die in der deutschen Übersetzung schlicht Umgebung genannt werden. Diese ordnen einzelne Tabs jeweils einem Kontext zu.
Zurzeit sind vier Kontexte vordefiniert: Personal, Work, Banking und Shopping. Jede dieser Umgebungen verfügt über Cookies, Indexeddb, Local Storage und Cache. Der Browser behandelt diese Eigenschaften also pro Container getrennt voneinander, so dass Nutzer sich in einer Browsersitzung bei dem gleichen Webdienst mit unterschiedlichen Accounts anmelden können.
In der Beschreibung dazu heißt es, dass die Verwendung mehrerer Browser, eines Account-Switchers oder gar das ständige An- und wieder Abmelden mit unterschiedlichen Daten dadurch nicht mehr nötig seien. Diese Probleme im Zusammenhang mit mehreren Nutzeridentitäten im Web seien zwar seit langem bekannt, es sei aber dennoch schwierig, eine gute Lösung für die Nutzer bereitzustellen.
Die in den Nightly-Versionen verfügbare Funktion soll deshalb explizit dazu genutzt werden, sinnvolle Möglichkeiten für den Umgang mit mehreren Accounts zu finden. Das soll im Austausch mit den Firefox-Nutzern geschehen. Ob und wie diese Funktion irgendwann in einer Veröffentlichung des Firefox landen wird, ist derzeit noch völlig unklar. Es handele sich zumindest vorerst ausschließlich um ein Experiment, das nur in den Nightly-Versionen zur Verfügung steht und nicht in die anderen Entwicklungszweige des Firefox aufgenommen werden soll.
- Anzeige Hier geht es zu Linux: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.