Mozilla: Firefox 76 erweitert Passwortschutz

Die Firefox-Entwickler von Mozilla haben Version 76 ihres Browsers veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Wichtige Neuerungen in der aktuellen Version betreffen vor allem den neuen integrierten Passwortmanager Lockwise. Dieser schützt nun auch erstmals die gespeicherten Passwörter vor einem ungewollten Zugriff durch Dritte und zwar auch dann, wenn Nutzer kein Master-Passwort vergeben haben. Das Master-Passwort für den Firefox kann natürlich auch weiterhin genutzt werden, auch wenn der Browser dies nicht forciert.
Für den neuen Passwortschutz greift der Browser nun auf die integrierten Funktionen von Windows und MacOS zurück. Nutzer müssen sich in dem Dialog für die gespeicherten Passwörter im Browser mit ihren Nutzerpasswort des Systems authentifizieren. Sinnvoll ist die Funktion für jene Situation, in denen die Bildschirmsperre nicht aktiviert ist. Unter Linux ist die Funktion noch nicht verfügbar.
Zusätzlich dazu hat Mozilla die Funktionen des Passwortmanagers weiter ausgebaut. So soll das Generieren von zufälligen Passwörtern für Logins und Speichern der Daten zuverlässiger auch für Dienste funktionieren, bei denen dies bisher nicht genutzt werden konnte. Darüber hinaus zeigt der Browser nun Warnungen, wenn ein gespeichertes Passwort auch für eine Webseite genutzt worden ist, die von einen Datenleck betroffen war.
Für den Bild-in-Bild-Modus von Videos unterstützt Firefox nun das Maximieren des Videos per Doppelklick sowie als Experiment außerdem das Erzwingen von HTTPS-Verbindungen auf Nutzerwunsch. Dazu muss die Option dom.security.https_only_mode in about:config aktiviert werden. Dank einiger Anpassungen sollte nun auch Jitsi Meet besser im Firefox laufen. Ähnliches gilt für den Zoom Webclient, der dank der Unterstützung für Audio Worklets jetzt genutzt werden kann.