Mozilla: Firefox 34 mit WebRTC-Client und angepasster Suche
Nach einer Einigung von Mozilla mit dem Unternehmen Yahoo ist dessen Suchmaschine als Standard in der nun veröffentlichten Version 34 des Browsers Firefox voreingestellt. Der Wechsel von Google auf die Yahoo-Suche gilt zunächst allerdings nur für Nutzer in Nordamerika. Neben der russischen verwenden nun auch die kasachische sowie die weißrussische Firefox-Version Yandex als Standard-Suche.
Mit dem Wechsel der Suchanbieter haben die Mozilla-Entwickler auch die Suchleiste optisch überarbeitet, was eine schnellere Suche als bisher ermöglichen soll. Statt der manuellen Auswahl des entsprechenden Suchanbieters soll dieser nun durch einen einzigen Klick ausgewählt werden können. Diese Änderung ist erst vergleichsweise spät im Entwicklungszyklus eingepflegt worden und steht wohl in einem direktem Zusammenhang mit der Yahoo-Vereinbarung. Standardmäßig liefert Mozilla diese Funktion nur den Nutzern der US-Version aus, aktiviert werden kann sie aber auch über die Option browser.search.showOneOffButtons in about:config.
WebRTC mit Firefox Hello
Zwar weist der WebRTC-Client Firefox Hello in Firefox 34 noch darauf hin, dass es sich um eine Beta-Version handelt. Dennoch listet das Team den eingebauten Videochat offiziell in den Release-Notes(öffnet im neuen Fenster) auf. In den von uns heruntergeladenen Versionen war der dazugehörige Menüknopf aber zunächst nicht zu finden. Der Grund dafür könnte sein, dass Mozilla seine Server-Infrastruktur langsam auf eine möglicherweise sehr hohe Last durch viele Nutzer vorbereiten möchte.
Das legt zumindest eine Erklärung im Wiki(öffnet im neuen Fenster) der Entwickler nahe. Nutzer, die nicht auf das langsame Ausrollen des Dienstes warten können und eventuelle Einbußen bei der Funktionsweise sowie der Leistungsfähigkeit verkraften, können den Dienst trotzdem aktivieren(öffnet im neuen Fenster). Dazu muss die Option loop.throttled auf den Wert false gesetzt werden. Anschließend kann das Menü angepasst werden, um den Client in die Benutzeroberfläche über ein Icon zu integrieren.
Weitere Details für Entwickler
Außerdem implementiert Firefox 34 den 14. Entwurf von HTTP/2 sowie die für SPDY genutzte TLS-Erweiterung ALPN(öffnet im neuen Fenster). Als Reaktion auf die Poodle genannte Sicherheitslücke in dem stark veralteten SSLv3 ist dieses nun deaktiviert. Auch Google geht in Chrome durch das Abschalten des Protokolls gegen die Lücke vor.
Zudem hat Mozilla weitere für das Web-Crypto-API notwendige Funktionen und Standards sowie einige neue Javascript-Funktionen umgesetzt. Für Entwickler steht nun auch die sogenannte WebIDE bereit, die als komplette Entwicklungsumgebung für Webanwendungen genutzt werden soll.
Firefox 34 steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) über die FTP-Server von Mozilla bereit. Die automatischen Updates sollten demnächst ebenfalls verteilt werden.
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