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Mozilla-Entwickler: Experimentelles Firefox-UI in HTML

Noch nutzt Firefox für sein Desktop-UI XUL. Das Experiment eines Mozilla-Entwicklers zeigt, dass dafür aber auch HTML und Webtechniken genutzt werden könnten. Das würde die Lücke zum Firefox-OS-Browser schließen.
/ Sebastian Grüner
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Das Browser-UI von Firefox reimplementiert in HTML (Bild: Paul Rouget)
Das Browser-UI von Firefox reimplementiert in HTML Bild: Paul Rouget

Das derzeit private Experiment des Mozilla-Entwicklers Paul Rouget könnte das letzte fehlende Teil für einen neuen Aufbau des Firefox-Browsers sein: Mit Rust als grundlegende Programmiersprache und Servo als Engine wird für die Darstellung der Oberfläche auf Webtechniken(öffnet im neuen Fenster) zurückgegriffen. Mehr als ein Hobbyprojekt ist das neue HTML-UI derzeit aber nicht.

Bisher verwendet Firefox für die Desktopversion die Sprache XUL zur Gestaltung der Oberfläche. Die Sprache hat außerhalb des Mozilla-Projekts aber fast gar keine weitere Verbreitung gefunden. Für den Browser des mobilen Betriebssystems Firefox OS wird bereits komplett auf HTML gesetzt. Rouget versucht nun den Beweis anzutreten, dass dies auch für die Desktopversion umgesetzt werden kann.

HTML-App und Laufzeitumgebung

Das Vorgehen Rougets ist dabei analog zu der Implementierung auf Firefox OS. So wird das UI als Web-App implementiert, die auf die Browser-API zugreift. Hauptziel Rougets ist es derzeit, die Basisfunktionen des Desktopbrowsers umzusetzen. Zudem soll damit ein Verständnis dafür gewonnen werden, welche Bestandteile zur Integration in die jeweiligen Betriebssysteme noch fehlen.

Die App wird von einer eigenständig laufenden Instanz der derzeitigen Browser-Engine Gecko dargestellt. Noch wird dafür aber XUL benötigt, so dass ein natives Fenster angezeigt werden kann. Der XUL-Teil ist dabei ein leeres Fenster, die UI-Web-App wird in einem Iframe dargestellt. Neben einem vollständigen Browser mit der Servo-Engine, die XUL wohl nie unterstützen wird, könnte der Code auch die Browserversionen für den Desktop und das Firefox OS näher zueinanderrücken, oder gar eines Tages dafür sorgen, dass Firefox online gehostet werden kann.

Ob das aber tatsächlich geschieht, ist derzeit sehr fraglich. Nicht nur weil es sich noch um ein privates Projekt handelt. Sondern auch deshalb, weil diese Vorgehensweise an sich kritisiert wird. So schreibt Gijs Kruitbosch(öffnet im neuen Fenster) , es sei wohl hilfreicher, zunächst die Teile der Oberfläche zu ersetzen, die weniger Aufwand bedeuten, wie die unterschiedlichen about:-Seiten oder weitere Dialoge.

Der Code und eine Erklärung zur Benutzung finden sich auf Github(öffnet im neuen Fenster) .


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