Mozilla: Beta von Firefox für iOS geplant

Wegen der komplizierten Regeln von Apples Appstore und vor allem wegen der sehr strikten Einschränkungen weigerten sich die Mozilla-Entwickler sehr lange, Firefox auch für iOS anzubieten. So ist etwa keine andere Rendering-Engine als das systemeigene Webkit erlaubt, Gecko aus Firefox darf nicht genutzt werden. Dennoch entsteht seit knapp einem halben Jahr eine Firefox-Version für iPhones und iPads, die nun so weit fortgeschritten ist, dass Mozilla eine geschlossene Betaphase zum Testen(öffnet im neuen Fenster) ankündigt.
Die Vorbereitungen dafür seien bereits angelaufen. Ein genauer Starttermin kann zwar nicht genannt werden, es soll aber "bald" losgehen, heißt es. Außerdem bevorzuge das Team eigentlich eine große offene Beta mit vielen Nutzern. Sie müssten sich jedoch an den vorgegebenen Entwicklungs- und Veröffentlichungsprozess halten, um eine Firefox-App für iOS bereitzustellen, weshalb zunächst nur eine geschlossene Beta umgesetzt werde.
Code bei Github
Im Dezember vergangenen Jahres ist der Quellcode zu der neuen Firefox-Variante erstmals bei Github(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht worden. Zuvor bestätigten führende Entwickler aus einer Konferenz heraus, dass der Browser auch auf iOS verfügbar sein soll.
Der Code nutzt fast ausschließlich die neue von Apple initiierte Programmiersprache Swift , welche als Alternative zu Objective-C für iOS- und OS-X-Apps verwendet werden soll. Einige wenige Bestandteile sind noch in Objective-C verfasst. Statt einer Portierung von bisher gepflegtem Code und einem Hack um Webkit herum entsteht so ein neuer Browser von Mozilla, in dem die vielen Firefox-Dienste implementiert werden.