Abo
  • Services:
Anzeige
Addons in Firefox sollen künftig digital signiert werden. Ohne Signatur soll der Browser die Installation verweigern.
Addons in Firefox sollen künftig digital signiert werden. Ohne Signatur soll der Browser die Installation verweigern. (Bild: Mozilla)

Mozilla Addons: Kritik an geplanten digitalen Signaturen

Addons in Firefox sollen künftig digital signiert werden. Ohne Signatur soll der Browser die Installation verweigern.
Addons in Firefox sollen künftig digital signiert werden. Ohne Signatur soll der Browser die Installation verweigern. (Bild: Mozilla)

Mozilla will künftig sämtliche Addons digital signieren. Firefox soll die Verwendung von Erweiterungen ohne Signaturen verweigern. Kritiker befürchten, dass dadurch ein geschlossenes System entstehe.

Anzeige

Alle Addons für Firefox sollen künftig nach einer Prüfung von Mozilla digital signiert werden. Ohne die Signatur soll Firefox die Installation und Verwendung der Addons verweigern. Das solle die Verbreitung manipulierter und schädlicher Erweiterungen verhindern und für mehr Sicherheit sorgen, begründet Mozilla diesen Schritt. Kritiker befürchten, dass dadurch ein geschlossenes System entstehe.

Geplant ist die Umstellung im zweiten Quartal 2015. In einer zwölfwöchigen Übergangsphase soll Firefox zunächst vor der Verwendung nicht signierter Addons warnen. Später sollen Erweiterungen ohne digitale Signaturen in stabilen und Betaversionen nicht mehr verwendet werden dürfen. Die Übergangsphase soll bereits in Firefox 39 umgesetzt werden. Aktuell ist Version 35.

Schädliche Addons sollen ausgesperrt werden

Mozilla begründet diesen Schritt mit der Zunahme von Addons, die die Einstellungen der Nutzer manipulierten, etwa indem sie die Homepage oder die bevorzugte Suchmaschine ungefragt änderten. Es gebe auch Erweiterungen, die unerlaubt Werbung in aufgerufenen Webseiten platzierten oder sogar schädliche Skripte in Social-Media-Webseiten injizierten. Zwar gebe es strikte Richtlinien, die solche Manipulationen verhindern sollten, und Mozilla pflegt eine Blockliste für solche Addons. Deren Anzahl werde aber immer unübersichtlicher und es gelänge immer wieder, diese Sperrlisten zu umgehen, heißt es in einem Blogeintrag.

Die meisten fragwürdigen Erweiterungen würden nicht durch Mozillas Addons-Plattform verbreitet, sondern durch Drittanbieter. Mozilla habe daher zunächst erwogen, nur noch die Installation von Addons über die eigene Plattform zu erlauben und damit ähnlichen Richtlinien zu folgen, die Google für seine Chrome-Erweiterungen bereits umsetzt.

Keine Ausnahme in stabilen Versionen geplant

Allerdings will Mozilla Entwicklern weiterhin die Freiheit geben, ihre Erweiterungen außerhalb der Addons-Plattform zur Verfügung zu stellen. Deshalb sollen stattdessen digitale Signaturen eingeführt werden. Für Entwickler bleibt dann die Möglichkeit, ihre Addons in Nightly Builds oder in den Entwicklerversionen auszuprobieren. Dort sollen Signaturen nicht nötig sein.

In den finalen Releases sowie in den Betaversionen hingegen soll die Verwendung nicht signierter Addons komplett verweigert werden. Die Installation solcher Erweiterungen soll künftig weder über einen Schalter in about:config noch an der Kommandozeile möglich sein. Signaturen werden erst nach einer Prüfung durch Mozilla vergeben. Dafür hat Mozilla einen automatisierten Prozess entwickelt. Fällt eine Erweiterung bei diesen Tests durch, kann eine manuelle Prüfung beantragt werden. Erweiterungen, die über externe Installer eingerichtet werden, werden nochmals gesondert geprüft. Das betrifft beispielsweise Erweiterungen der Hersteller von Antivirensoftware. Insgesamt soll die Installationsroutine dabei aber nochmals vereinfacht werden.

Mozilla gibt sein Freiheitsversprechen auf

Unter dem Blogposting wird Mozillas Plan kritisiert. Einige befürchten, dass so ein geschlossenes System entstehen könnte, ein sogenannter Walled Garden. Andere kritisieren, dass es keine Option für versierte Anwender geben werde, die Installation nicht signierter Erweiterungen zu erlauben. Das ausschließliche Testen mit Nightly Builds oder der Entwicklerversion könnte dazu führen, dass Erweiterungen später nicht in den finalen Versionen funktionierten, gibt einer zu bedenken.

Mozilla mache sich dadurch erpressbar, schreibt ein weiterer Anwender. Der Firefox-Entwickler könnte dazu gezwungen werden, Erweiterungen abzulehnen, die Regierungen oder Unternehmen nicht gefielen. Fast unisono beklagen die Kritiker, dass Mozilla dabei sein Versprechen breche, für die Freiheit im Internet zu kämpfen.

Mozilla lädt alle ein, in seinem Forum bei Google Groups über die geplanten Änderungen zu diskutieren.


eye home zur Startseite
Neuro-Chef 23. Feb 2015

Problem nicht, wenn man weiß wie. Ich musste mich aber erst daran gewöhnen, zuerst das...

knallivd 18. Feb 2015

OK, unter Linux ist es einfacher, aber Punkt 3 des Blog-Eintrags "For extensions that...

Nightdive 18. Feb 2015

Machen sie doch und genau das hat der Poster vor Dir beschrieben. Du hast es nur nicht...

Nightdive 18. Feb 2015

Mozilla hat kein Forum bei Google Groups. Mozilla hat verschiedene Newsgruppen und das...

Wander 18. Feb 2015

Was interessiert mich das? Genauso könnte ich fragen, wieviele Nutzer interessieren sich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Heidesheim
  2. ADAC IT Service GmbH, München
  3. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  4. KWS SAAT SE, Einbeck


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Ausprobiert

    JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent

  2. Aufstecksucher für TL2

    Leica warnt vor Leica

  3. Autonomes Fahren

    Continental will beim Kartendienst Here einsteigen

  4. Arduino 101

    Intel stellt auch das letzte Bastler-Board ein

  5. Quartalsbericht

    Microsoft kann Gewinn durch Cloud mehr als verdoppeln

  6. Mobilfunk

    Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

  7. Drogenhandel

    Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

  8. Xcom-2-Erweiterung angespielt

    Untote und unbegrenzte Schussfreigabe

  9. Niantic

    Das erste legendäre Monster schlüpft demnächst in Pokémon Go

  10. Bundestrojaner

    BKA will bald Messengerdienste hacken können



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. Re: Ich finds ja zum piepen

    frostbitten king | 08:41

  2. Re: wer baut/verlegt denn die ganzen Lade-Stationen?

    Kondratieff | 08:40

  3. Re: Geht auch günstiger

    ad (Golem.de) | 08:40

  4. Re: Nicht nur für Mittelformatkameras interessant

    Original Standard | 08:38

  5. Re: Der Telekom ist das egal

    Bashguy | 08:38


  1. 08:03

  2. 07:38

  3. 07:29

  4. 07:20

  5. 23:50

  6. 19:00

  7. 18:52

  8. 18:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel