Movistar Mexico: Telefónica beendet Lateinamerika-Kurs mit Verkauf in Mexiko
Die spanische Telefónica verkauft Movistar Mexico für 450 Millionen US-Dollar an den MVNO-Dienstleister Oxio und den Finanzinvestor Newfoundland. Das gaben die Partner am 8. April 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
Telefónica hatte zuvor angekündigt, sich auf seine Netze in Spanien, Deutschland, Großbritannien und Brasilien zu konzentrieren. Zu möglichen Verlusten beim Verkauf von Movistar Mexico machte das spanische Unternehmen keine Angaben.
Im November 2019 unterzeichnete der Anbieter ein Abkommen mit dem US-Konzern AT&T, um seine Kunden schrittweise auf dessen Mobilfunknetz umzuziehen. Telefónica gab seine Mobilfunklizenzen für Spektrum an den mexikanischen Staat zurück. Die eigenen Basisstationen und Funkmasten wurden entweder abgeschaltet, verkauft oder abgebaut.
Bis Mitte 2022 war die Migration des Datenverkehrs auf das AT&T-Netz abgeschlossen. Ab diesem Zeitpunkt war Movistar in Mexiko nur noch ein MVNO (Mobile Virtual Network Operator).
Einzig Vivo in Brasilien ist ein Erfolg
Telefónica verkaufte zuvor seine Geschäftsbereiche in Panama, Nicaragua, Guatemala, Costa Rica, El Salvador, Argentinien, Peru, Ecuador, Uruguay, Chile und Kolumbien. In Venezuela gelang der Verkauf noch nicht.
Einzig in Brasilien bleibt Telefónica weiter engagiert, dort ist das Unternehmen mit Vivo (Telefônica Brasil) und über 116 Millionen Mobilfunkkunden hochprofitabel. Vivo ist Mobilfunk- und Festnetzbetreiber und baut massiv Glasfaser aus.
In den 1990er und frühen 2000er Jahren verfolgte Telefónica eine Expansionsstrategie und kaufte viele bis dahin staatliche Netzbetreiber in Lateinamerika. Das führte zu einer gigantischen Verschuldung von bis zu 50 Milliarden Euro.
Dieser Kurs ist komplett gescheitert: Die Verkäufe der Landestöchter waren mitverantwortlich für einen bilanziellen Nettoverlust von rund 4,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025.
Murtra und die europäischen Champions
Der neue Telefonica Chef Marc Murtra wiederholte in seinen Reden auf dem MWC 2026 in Barcelona, dass Europa "wahre Champions" brauche, um gegen die US-Hyperscaler und chinesische Tech- und Telco-Konzerne zu bestehen.
Er forderte Fusionen und die Zustimmung durch die EU-Kommission. Möglich wäre eine Fusion mit Orange, Iliad (Xavier Niel) oder Vodafone, um zu einem führenden europäischen Netzbetreiber zu werden.
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