Movidius Myriad X: Intels AI-Chip schafft 4 Teraops

Gleiche niedrige Leistungsaufnahme, aber viel höhere Geschwindigkeit: Der Myriad X ist zur Berechnung neuronaler Netze ausgelegt und dank 16FFC-Herstellungsverfahren schneller als sein Vorgänger. Gedacht ist der Intel-Chip mit HEVC-Encoding unter anderem für Multicopter.

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Movidius Myriad X
Movidius Myriad X (Bild: Intel)

Intel hat den Myriad X vorgestellt, einen von Movidius entwickelten Spezialchip für neuronale Netze. Die VPU (Vision Processing Unit) folgt auf den Myriad 2 von 2014 und soll bei ähnlicher Leistungsaufnahme eine deutlich gestiegene Geschwindigkeit erreichen. Intel spricht von über 4 Teraops generell sowie rund 1 Teraops bei der Berechnung von neuronalen Netzen.

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Der Myriad X wird nicht von Intel selbst hergestellt, sondern bei der TSMC im 16FFC-Verfahren (Finfet Compact). Hintergrund ist, dass Movidius mit der Entwicklung der VPU angefangen hatte, bevor die Übernahme durch Intel erfolgte. Angeboten wird der Myriad X in zwei Package-Varianten, die beide 71 mm² messen. Die MA2085 weist ein externes Speicherinterface auf, die MA2485 integriert 4 GByte LPDDR4, vermutlich via PoP (Package on Package).

  • Movidius Myriad X (Bild: Intel)
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Movidius Myriad X (Bild: Intel)

Um eine höhere Leistung als beim Myriad 2 zu erreichen, hat Movidius die Anzahl der Shave (Streaming Hybrid Architecture Vector Engine) genannten VLIW-128-Bit-Einheiten von 12 auf 16 erhöht, den Cache von 2 auf 2,5 MByte erweitert sowie die Bandbreite von 400 auf 450 GByte die Sekunde gesteigert. Mit im Chip stecken zudem über 20 Beschleuniger für etwa acht 720p60-Kameras, Fixed-Functions, um 4K-UHD-Videos mit HEVC (H.265) zu encodieren sowie Schnittstellen wie USB 3.1 Gen2 und PCIe Express Gen3.

Movidius liefert den Myriad X mit einem SDK aus, das per FLIC-Framework arbeitet. Der beigelegte Compiler ermöglicht das Portieren von etwa mit Caffe oder Tensorflow erstellten neuralen Netzen auf den Myriad X. Zum Preis und zur Verfügbarkeit hat sich Intel nicht geäußert.

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