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Mousetracking: Software erkennt Nutzerlaune an der Mausbewegung

Wer langsam klickt, geht auch gleich: Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um aus Mausbewegungen auf die Stimmung des Nutzers zu schließen. Betreiber von Onlineshops sollen die Technik einsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Shop-Betreiber erkennen, worüber Nutzer sich ärgern.
Shop-Betreiber erkennen, worüber Nutzer sich ärgern. (Bild: Jung Yeon-Je/AFP/Getty Images)

Wer sich ärgert, schubst abrupter: Ein Nutzer, der sich über etwas aufregt, bewegt seine Maus anders als ein entspannter. Das haben Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen herausgefunden. Mit dieser Erkenntnis wollen sie Webseiten verbessern.

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Die Wissenschaftler um Martin Hibbeln haben eine Software entwickelt, die die Stimmung eines Computernutzers an der Art und Weise erkennt, wie er die Maus bewegt: Wer entspannt auf einer Website surfe, bewege die Maus gerade oder in leicht gekrümmten Kurven. Wer sich hingegen ärgere, der führe "die Maus eckig und abrupt", sagt Hibbeln, und - zum Erstaunen der Forscher - "langsamer anstatt schneller".

Forscher verärgern ihre Probanden

In schlechte Stimmung versetzten die Forscher ihre Probanden vorsätzlich, unter anderem mit einem kaum lösbaren Intelligenztest. "Wir haben die Teilnehmer gezielt frustriert und verärgert. Unter anderem waren die Webseiten so manipuliert, dass sie sich nur langsam aufbauten; den Probanden lief die Zeit davon. Nach dem Test bekamen sie gleich das Ergebnis: nämlich, dass sie unterdurchschnittlich intelligent sind, weil sie weniger Aufgaben korrekt beantwortet hatten", erzählt Hibbeln.

Die Betreiber von Onlineshops könnten die Software beispielsweise einsetzen, um herauszufinden, an welcher Stelle ihre Kunden den Bestellprozess frustriert abbrechen und das Angebot verlassen. "Für den Shop-Betreiber wäre es hilfreich, automatisiert zu erkennen, an welchem Punkt das geschieht", sagt Hibbeln.

Nutzer ärgern sich über schlecht gemachte Websites

Datenschutzrechtlich ist das nicht unproblematisch. Die Betreiber sollten ihre Nutzer darüber aufklären, sagt Hibbeln. Die hätten aber auch etwas davon: "Jeder ärgert sich zuweilen über schlechte Webseiten. Mousetracking ist ein Mittel, sie zu verbessern."

Hibbeln und seine Kollege beschreiben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift MIS Quarterly.

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Eintagsfliege1234 04. Feb 2016

...und dann kommt ein Mensch, der die Maus aus welchen Gründen auch immer anders...

elidor 04. Feb 2016

Nein, das Ziel ist herauszufinden, worauf wir anspringen um uns gezielter Werbung...

liberavia 04. Feb 2016

Mal sehen wie oft ich so etwas in Zukunft einbauen darf *Augenroll*


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