Mouse Box: Ein Mini-PC in der Maus
Ein polnisches Startup rund um einen Nokia-Programmierer hat den Mini-PC Mouse Box(öffnet im neuen Fenster) angekündigt, der in einer Maus steckt. Mittels Micro-HDMI wird er mit einem nahezu beliebigen Bildschirm verbunden, seine Akkus werden drahtlos geladen.
Mitbegründer Przemyslaw Strzelczyk arbeitet laut Linkedin als Software Engineer bei Nokia, wo er genügend Erfahrungen mit Mobil-Plattformen und induktiver Energieübertragung gesammelt haben dürfte. Das Innenleben der Mouse Box ähnelt einem typischen Smartphone, unsere Anfrage zu Details haben die Entwickler allerdings noch nicht beantwortet.

Die Basis soll ein ARM-Prozessor mit vier Cortex-Kernen bilden, die mit bis zu 1,4 GHz takten. Informationen zur Grafikeinheit und der Menge des verbauten Arbeitsspeichers liegen nicht vor. Auf der Platine sind 128 GByte als eMMC verlötet, diese fasst Betriebssystem und Daten – wir gehen von Android oder einem eventuell angepassten Linux aus.
Die Mouse Box funkt per n-WLAN und bietet an der Vorseite einen Micro-HDMI- sowie zwei USB-3.0-Ports. Damit muss sie an einen Bildschirm angeschlossen werden, vermutlich steuert der Mini-PC bis zu 1.920 x 1.200 Pixel bei 60 Hz an.
Gerade mit angeschlossenen HDMI- und USB-Kabeln dürfte die Mouse Box mäßig zu bedienen sein, zudem erwarten wir eine recht hohe Wärmeentwicklung. Das gilt besonders dann, wenn sie drahtlos über das mitgelieferte Pad per induktiver Energieübertragung aufgeladen wird. Die Unterlage soll faltbar sein und somit als Transportbox dienen.
Bisher hat Mouse Box weder einen Preis noch einen Veröffentlichungszeitpunkt bekanntgegeben. Denkbar ist auch eine Crowdfunding-Kampagne in den kommenden Wochen oder Monaten.