Motorola Solutions: Bundespolizei muss fast neue Bodycams wieder austauschen

Offenbar war das Bundesinnenministerium mit dem Kauf von Motorola Bodycams überfordert. Jetzt braucht man neue Geräte.

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Ausstellung von Vodafone auf der Cebit 2016
Ausstellung von Vodafone auf der Cebit 2016 (Bild: Vodafone Deutschland)

Die Bundespolizei verschwendet bei der Beschaffung von Bodycams offenbar Geld: Der Service-Vertrag mit Motorola für den Kauf von 2.420 Bodycams ist abgelaufen, weshalb die Geräte nur noch bis Ende 2023 eingesetzt werden können. Bis dahin sei eine "Bereitstellung von Servicedienstleistungen" für die Motorola Si500 "gewährleistet", heißt es laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel in einem internen Schreiben der Behörde. Doch die Bodycams seien zum größten Teil erst im Jahr 2020 angeschafft worden.

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Laut dem Bericht muss die Bundespolizei auf Geräte eines anderen Herstellers wechseln, weil Motorola die Si500 nicht mehr anbietet und auch kein anderes Gerät im Portfolio hat, das den Anforderungen der Bundespolizei entspricht.

"Der Vertrag mit der Bundespolizei lief Ende 2021 aus. Wie mit dem Kunden vereinbart, bietet Motorola Solutions für die im Einsatz befindlichen Bodycams zwei weitere Jahre Service an. Eine Migration des laufenden Systems auf zukünftige Videoplattformen ist möglich", sagte Motorola-Solutions-Sprecherin Susanne Stier Golem.de auf Anfrage. Videolösungen von Motorola Solutions seien bei zahlreichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Einsatz, etwa bei französischen Sicherheitsbehörden, Rettungskräften in Großbritannien oder im Transportwesen in Schweden. "Auch die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern gehören dazu", erklärte Stier. Auf andere Aspekte unserer Anfrage ging das Unternehmen nicht ein.

Laut dem Bericht des Spiegel braucht die Bundespolizei jedoch ab dem Jahr 2024 auch eine neue Software zur Verarbeitung und Speicherung der Aufnahmen der Bodycams. Die Bundespolizei erklärte dem Spiegel auf Anfrage, dass die Vorbereitungen für die Neuanschaffung schon liefen.

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Probleme könnte es nun mit der Abstimmung zwischen den derzeit genutzten Funkgeräten und den neuen Bodycams geben. Anfang 2018 hatte das Bundesinnenministerium den Kauf der Motorola Bodycams damit begründet, dass nur das Si500 mit dem Motorola-Funkgerät der Bundespolizisten kombiniert werden könne.

Die Motorola Bodycam Si500 wurde bereits im März 2016 von Vodafone auf der Cebit vorgeführt. Sie übermittelt auf Knopfdruck Videos aus der Perspektive der Polizisten in Echtzeit an die Einsatzzentrale. Die Bilder können auch an andere Polizisten ausgegeben oder beweissicher gespeichert werden.

Die Bundespolizei speichert die Aufnahmen, die mit Bodycams erstellt wurden, auf Servern des US-Konzerns Amazon. Diese Praxis hatte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber im März 2019 kritisiert und gefordert, sofort zu einem deutschen Cloud-Anbieter zu wechseln und die sensiblen Aufnahmen dort zu sichern.

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BLi8819 28. Apr 2022 / Themenstart

Dann sollen sie die Dateien halt einfordern. Who cares. Können ja versuchen die...

Pixeltechniker 28. Apr 2022 / Themenstart

Doch, wenn der Support Vertrag ausläuft heißt das genau das. Das Hardware nach ein paar...

fadedpolo 28. Apr 2022 / Themenstart

Da sind einfach mal ca. 1.2Mille flöten gegangen :) Lieben wir :)

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