Klappmechanismus ist spürbar, aber kein Falz

Beim Streichen über das Display können wir den Klappmechanismus dahinter spüren, der uns aber wenig stört. Das liegt daran, dass er weniger prägnant ist als der Falz des Galaxy Fold. Ganz plan ist das Display des Razr nicht, was zum einen daran liegt, dass es sich beim Bildschirm nur um eine Folie handelt. Zum anderen ist die Konstruktion des Razr selbst nicht ganz plan, wenn es aufgeklappt ist - auch das ist jedoch nicht störend.

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Wie das alte Razr V3 hat auch das neue Modell aufgeklappt einen leichten Winkel. Dieser ist wesentlich geringer als beim ursprünglichen Modell - verständlich, da das ganze Display verwendet wird. Warum Motorola den Winkel - wenn auch nur leicht - überhaupt beibehalten hat, ist uns nicht klar; möglicherweise ist das eine konstruktionsbedingte Entscheidung.

Auch beim Razr stellen wir uns die Frage, wie haltbar der Bildschirm ist. Es handelt sich technisch bedingt wie beim Galax Fold um einen Kunststoffbildschirm, der nicht durch Glas geschützt ist. Dadurch dürfte auch das Razr im Laufe der Zeit weitaus leichter zerkratzen als ein herkömmliches Smartphone. Anders als bei Huaweis Mate X liegt der Bildschirm immerhin auf der Innenseite, was einen gewissen Schutz bietet. Zudem ist die Lücke zwischen den beiden Teilen des Smartphones im zusammengeklappten Zustand weitaus geringer als beim Galaxy Fold, was zumindest gröberen Schmutz heraushalten sollte. Mikroabrasionen durch kleinste Staubteile dürften aber auch das Razr betreffen.

Zahnräder des Klappmechanismus sind ungeschützt

Als mögliche Schwachstelle sehen wir auch die ungeschützten Scharniere des Klappmechanismus: Die Zahnräder sind am oberen Rand des Geräts offen eingebaut. Sollte hier ein Sandkorn hineingeraten, dürfte es den Mechanismus beeinträchtigen. Eine Abdeckung hätten wir an dieser Stelle sinnvoll gefunden.

  • Links das neue Motorola Razr, rechts das alte Razr V3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das neue Razr hat einen 2,7-Zoll-Bildschirm auf der Außenseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ebenfalls auf der Vorderseite untergebracht: die 16-Megapixel-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die beiden Hälften des Razr schließen ohne große Lücke. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Zahnräder des Gelenks liegen offen - eine mögliche Schwachstelle, durch die Staub den Mechanismus beschädigen könnte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Retro-Modus verleiht dem neuen Razr das Aussehen des alten Modells, ...
  • ... inklusive voll funktionsfähiger Tasten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eigentlich ist das neue Razr aber ein normales Android-Smartphone. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links das alte, rechts das neue Razr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Wölbung am unteren Rand des Razr sind unter anderem der Fingerabdrucksensor, die Mikrofone und der Lautsprecher untergebracht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Klappen sinkt das Display leicht in das Gehäuse ein, weshalb kein Falz wie bei Samsungs Galaxy Fold entsteht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Galaxy Fold ist der Falz deutlich sichtbar, beim Razr gibt es keine vergleichbare Einkerbung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Razr ist andeutungsweise die Stelle des Gelenks zu erkennen, beim Galaxy Fold hingegen sehr deutlich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Galaxy Fold scheint allerdings besser vor Staub geschützt zu sein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Eigentlich ist das neue Razr aber ein normales Android-Smartphone. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Die Benutzeroberfläche des aufgeklappten Razr unterscheidet sich nicht von der eines herkömmlichen Android-Smartphones. Da das Display sehr breit ist, eignet es sich gut, um Kinofilme zu schauen; bei Videomaterial in weniger breiten Formaten müssen wir mit entsprechenden Balken leben. Auffällig ist die sehr breite Notch im oberen Teil des Bildschirms, in der die 5-Megapixel-Frontkamera verbaut ist.

Auf der Vorderseite ist eine einzelne Hauptkamera mit 16 Megapixel eingebaut. Die Kameratechnik hatte offensichtlich nicht die höchste Priorität: Selbst viele Mittelklassegeräte Motorolas haben mittlerweile Multikamerasysteme. Die Bildqualität macht auf den ersten Blick eher einen durchschnittlichen Eindruck, genauer konnten wir die Kamera in unserem ersten Kurztest aber noch nicht beurteilen.

Im Inneren des neuen Razr läuft Qualcomms Snapdragon 710, ein SoC aus dem unteren Oberklassebereich mit einer maximalen Taktrate von 2,2 GHz. Mit 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher macht das Razr auf uns einen flotten Eindruck, Benchmark-Tests konnten wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit mit dem Gerät nicht machen.

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 Motorola Razr im Hands on: Klappen wie 2004Razr-Retro-Modus bringt das alte Razr zurück 
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Labbm 14. Dez 2019

Mach ich auch grundsätzlich, nur in letzter Zeit liest man das einfach sehr oft.

TheRealLife 13. Dez 2019

Das ist mir schon klar, war nur mit Absicht übertriebene provozierend geschrieben im...

TLausHH 13. Dez 2019

+1 Bin ganz Deiner Meinung. Hatte schon eine Weile den gleichen Gedanken, seit ich das...

Eleazar 13. Dez 2019

In Generation 2 schlage ich dann gern zu!

gianlucadm 13. Dez 2019

Dann hast du aber kein brauchbares Smartphone mehr. Zumal die Tastatur eh unten...



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