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Motorola Razr Fold: Motorola kann auch große Foldables

CES 2026
Das Razr Fold ist Motorolas erstes Foldable im Buchformat – und hat einen sehr unauffälligen Falz sowie ein gutes Format.
/ Tobias Költzsch
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Das Razr Fold von Motorola (Bild: Martin Wolf/Golem)
Das Razr Fold von Motorola Bild: Martin Wolf/Golem

Motorola hat bei der CES 2026 einen ersten Blick auf sein neues Foldable Razr Fold ermöglicht. Technische Details gibt es zwar noch kaum, allerdings konnte Golem das faltbare Smartphone im Buchformat bereits kurz ausprobieren.

Zusammengeklappt ist das Razr Fold ein 6,6 Zoll großes Smartphone. Aufgeklappt kommt ein 8,1 Zoll großer Bildschirm zum Vorschein, dessen Format schmaler ist als bei Googles Pixel 10 Pro Fold. Entsprechend dürfte sich das Razr Fold besser zum Anschauen von Videos auf dem faltbaren Display eignen.

Dabei hilfreich dürfte der sehr unauffällige Falz sein: Der Bereich des faltbaren Innendisplays, unter dem das Scharnier liegt, ist beim Razr Fold kaum zu ertasten. Auch die Lichtbrechungen sind wesentlich geringer als bei Samsungs oder Googles Foldables, wie wir in einem direkten Vergleich mit dem Pixel 10 Pro Fold feststellten.

Geschmeidiges Scharnier mit unauffälligem Falz

Das Scharnier hinterließ in unserem kurzen Hands-on einen guten Eindruck: Es packt kräftig zu und ermöglicht es so, das Razr Fold in verschiedenen Positionen aufzustellen. Die Scharnierbewegungen wirken sehr geschmeidig; Details zur Konstruktion teilte Motorola nicht mit.

Motorola Razr Fold im Hands on (CES 2026)
Motorola Razr Fold im Hands on (CES 2026) (01:33)

Die beiden Flügel des Razr Fold sind nicht besonders dick, entsprechend ist das Smartphone zusammengeklappt noch recht handlich. Die Maße gab Motorola aber noch nicht bekannt, ebenso wenig das Gewicht. Die Verarbeitungsqualität ist hochwertig: Der Rahmen ist aus Metall, die Rückseite des von uns ausprobierten weißen Modells aus einem griffigen Material.

Wie bei anderen Herstellern und Smartphones kann Motorola beim Razr Fold die relativ geringe Dicke am Kameramodul nicht aufrechterhalten. Es ragt deutlich aus der Rückseite hervor, die Konturen des Moduls gehen in die Rückseite über.

Das Razr Fold hat drei Kameras mit jeweils 50 Megapixeln, so viel sagte uns eine Motorola-Sprecherin. Es handelt sich um eine Hauptkamera, eine Superweitwinkelkamera und eine Telekamera. Details gab es nicht. Die Frontkamera im Außendisplay hat 32 Megapixel, die innen 20 Megapixel.

Da es sich bei der Kamerasoftware um eine vorläufige Version handelte, können wir die Bildqualität noch nicht beurteilen. Auch das Betriebssystem war offiziell noch nicht fertig, es lief in unserem Test aber stabil. Das Razr Fold ermöglicht Multitasking mit verschiedenen Optionen, bei denen auch eine zweite App so weit an den Rand geschoben werden kann, dass nur noch die erste sichtbar ist.

Fazit

Mit dem Razr Fold hat Motorola die gute Qualität seiner bisherigen Foldables auf ein für den Hersteller neues Format gebracht – und das gelungen. Zwar wissen wir noch nicht, welchen Prozessor das Razr Fold verwenden wird, und wie gut die Kameras sind, der erste Eindruck von dem Gerät ist aber gut.

Vor allem der sehr unauffällige Falz im inneren Display gefällt uns: Er ist nicht nur wesentlich weniger sichtbar als der des Pixel 10 Pro Fold, sondern auch weniger mit dem Finger spürbar. Dazu kommen die grundsätzlich hochwertige Verarbeitung des Razr Fold und drei Kameras mit jeweils 50 Megapixeln.

Was das Smartphone kosten werde, teilte Motorola noch nicht mit. Das Razr Fold soll im Laufe des Jahres 2026 in den Handel kommen.


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