Motorola Razr: Beulen und Klumpen im Faltdisplay sind "normal"

Motorola gibt Hinweise zum Umgang mit dem Faltdisplay im neuen Razr-Smartphone. Demnach müssen sich Käufer auf Beulen und Klumpen im faltbaren Display einstellen und sollten dieses grundsätzlich vorsichtig behandeln.

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Motorola Razr
Motorola Razr (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Zum Start des Vorverkaufs des Faltsmartphones Motorola Razr in den USA hat der Hersteller einige Videos veröffentlicht. In einem Video werden Tipps zum Umgang mit dem Faltdisplay gegeben. Darin heißt es: "Das Display kann gebogen werden; Beulen und Klumpen sind normal." Details dazu liefert das Video nicht. Wie ausgeprägt diese Ausbuchtungen im Display am Ende sein würden, sagt der Hersteller nicht.

Bei unserem Hands-on des Motorola Razr hatten wir Bedenken bezüglich der Langlebigkeit des Klappmechanismus geäußert. Staubpartikel können möglicherweise in den Klappmechanismus und unter das Display eindringen. Das könnte der Grund für die Bildung von Beulen und Klumpen sein, wie sie Motorola beschreibt.

Das Faltdisplay im Motorola Razr besteht aus Kunststoff und ist damit wesentlich kratzempfindlicher als die bei Smartphones sonst üblichen Glasdisplays. Um die Kratzempfindlichkeit zu reduzieren, hat der Hersteller das Display mit einer Schutzschicht versehen. Motorola rät Razr-Käufern dennoch, das Smartphone immer nur zusammengeklappt einzustecken und darauf zu achten, dass keine harten Gegenstände in der Tasche sind, in der das Smartphone transportiert wird. Wenn harte Gegenstände an das Display stoßen, können schnell deutliche Kratzspuren zurückbleiben.

Keine Displayschutzfolie aufkleben

Aufgrund der speziellen Bauweise heutiger Faltdisplays sollte auf den Einsatz einer zusätzlichen Displayschutzfolie verzichtet werden. Der Klebstoff unter der Displayschutzfolie könnte den Faltdisplays schaden, heißt es.

In den USA hat der Vorverkauf des Motorola Razr über den Mobilfunknetzbetreiber Verizon begonnen. Die Auslieferung des Faltsmartphones war für den 6. Februar 2020 geplant. Wer das Smartphone in den Morgenstunden des 27. Januar 2020 bestellt, bekommt es allerdings erst am 18. Februar 2020 geliefert. In den zurückliegenden Stunden hat sich das Lieferdatum bereits weiter nach hinten verschoben, noch vor einigen Stunden wurde der 14. Februar 2020 als Liefertermin genannt. Offenbar kommt es beim Razr doch zu den Engpässen, die eigentlich verhindert werden sollten.

Ursprünglich wollte Motorola den Vorverkauf des neuen Razr-Modells in den USA noch Ende 2019 beginnen, der Termin wurde aber wenige Tage davor auf unbestimmte Zeit verschoben. Die verzögerte Markteinführung wurde mit einer zu hohen Nachfrage nach dem Klapp-Smartphone mit faltbarem Display begründet. Dieses Problem scheint Motorola aber auch einen Monat später nicht in den Griff bekommen zu haben, wenn sich das Lieferdatum innerhalb weniger Stunden um mehrere Tage verschieben kann.

Razr-Verkauf in Deutschland startet später

Das Motorola Razr wird vorerst nicht in Europa verkauft; in den USA kostet es ohne Vertrag 1.500 US-Dollar. Irgendwann im ersten Halbjahr 2020 will Motorola das Razr-Faltsmartphone auch in Deutschland auf den Markt bringen.

Im Hands-on zum Motorola Razr urteilte Golem.de, dass damit ein Gerät mit einem für uns interessanten Format erscheint: Zwar müssen wir das Razr wie das Galaxy Fold für die Nutzung immer aufklappen, dank der Konstruktion erhalten wir im zusammengeklappten Zustand aber ein kompaktes und leicht zu verstauendes Gerät. Dieses Konzept halten wir für besser als das des Galaxy Fold.

Von Vorteil finden wir, dass der Bildschirm des Razr keinen störenden Falz in der Mitte hat; dafür müssen sich Nutzer an einen minimalen Winkel nach dem Aufklappen gewöhnen - uns hat das nicht gestört.

In Deutschland gibt es nach wie vor nur das Galaxy Fold von Samsung zu kaufen. Huawei bietet sein Mate X ausschließlich in Asien an. Wann das Mate X nach Europa kommt, ist unklar, zumal Huawei mit dem noch geltenden US-Boykott zu kämpfen hat und das Gerät nicht mit den Google-Diensten verkaufen könnte.

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OderUnd 30. Jan 2020

Das Scrollen ist auch praktisch. Stellt euch vor, wir hätten heute in jeder Ansicht auf...

flauschigerPanda 27. Jan 2020

2 Bildschirme zu verbauen? Man hätte das Bild dennoch auf beide strecken können, den...

Jonny Dee 27. Jan 2020

Aber Beulen würden mich persönlich mehr stören. Vor allem bei einem Gerät für diesen...

maci23 27. Jan 2020

Das wundert mich nicht. Das ist ganz normal, wenn eine Folie eingespannt ist und ich den...



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