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Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das One Vision hat eine Dual-Kamera mit einem Hauptsensor, der eine Auflösung von 48 Megapixeln liefert und von Samsung stammt. Die gesamte Kameratechnik wurde daraufhin optimiert, in dunkler Umgebung möglichst gute Aufnahmen machen zu können. So gibt es eine lichtstarke Blende von f/1.7 sowie einen optischen Bildstabilisator. Die Kamera kombiniert immer vier Pixel zu einem, so dass sich eine reale Auflösung von 12 Megapixeln ergibt.

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Zudem gibt es einen speziellen Nachtsichtmodus, um möglichst viele Details in einer Nachtbildaufnahme darstellen zu können. Beim Ausprobieren waren die Ergebnisse zufriedenstellend, in einem stark verdunkelten Raum waren ansprechend viele Details zu erkennen. Der Hersteller nutzt hierfür einen eigenen Algorithmus und verwendet nicht den Nachtsicht-Modus der Pixel-Smartphones.

Ergänzt wird der Hauptsensor von einer 5-Megapixel-Kamera, die es erlaubt, eine von Spiegelreflexkameras bekannte Tiefenschärfe in das Bild zu bekommen. Das ist vor allem bei Porträtaufnahmen hilfreich. In dem Fall schlägt die Kamera-App bei Bedarf einen besseren Bildausschnitt vor, dafür wird ergänzend zum Originalfoto ein zweites Bild angelegt. Der optische Bildstabilisator kann auch für Videoaufnahmen genutzt werden. Hierbei werden Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 30 fps unterstützt.

  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision - simulierte Nachtaufnahme (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Motorola One Vision (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In der linken oberen Ecke des Displays befindet sich die Frontkamera, die eine Auflösung von 25 Megapixeln bei einer Blende von f/2.0 bringt und hochwertige Selbstporträts verspricht. Die Kamera kann ebenfalls vier Pixel zu einem Pixel vereinen, dann reduziert sich die Auflösung auf 6 Megapixel, aber die Lichtausbeute verbessert sich entsprechend und soll für rauscharme Aufnahmen sorgen. Zudem können Selbstporträts automatisch mit einem unscharfen Hintergrund versehen werden, der mit einem Algorithmus errechnet wird.

6,3 Zoll großer Touchscreen

Das One Vision verfügt über einen 6,3 Zoll großen IPS-Touchscreen im 7:3-Format, das vom Hersteller im Format von 21:9 angegeben wird. Die Auflösung beträgt 2.520 x 1.080 Pixel, eine übermäßig scharfe Darstellung gibt es hier also nicht, aber für die Displaygröße ist es ausreichend. Das Display wird mittels Cornings Gorilla Glass vor Kratzern geschützt. Das Smartphone ist trotz des großen Displays aufgrund des schmalen Formats kaum breiter als ein klassisches 5,5-Zoll-Gerät. Dadurch ist eine einhändige Bedienung möglich.

Im Smartphone befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der auf der Rückseite untergebracht ist. Wer das Smartphone auch in Kfz-Halterungen im Auto nutzt, hat es dann schwer, das Gerät mittels Fingerabdruck zu entsperren.

Im One Vision arbeitet Samsungs Prozessor Exynos 9609, ein Octa-Core-Prozessor mit einer Taktrate von bis zu 2,2 GHz. Es ist damit das erste Nicht-Samsung-Smartphone in Europa mit einem Exynos-Prozessor. Seit Anfang 2018 gab es immer wieder Vermutungen, dass Samsung seine eigenen Prozessoren auch Partnern zur Verfügung stellen werde. Dem Nutzer stehen 4 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte Flash-Speicher zur Verfügung. Zudem gibt es einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte, die bis zu 512 GByte groß sein darf. Beim Ausprobieren reagierte das Gerät schnell auf alle Eingaben.

Das One Vision läuft mit Android One, der Hersteller verspricht besonders schnelle Android-Updates, etwa zwei bis drei Monate nach den Pixel-Geräten soll auch das Motorola-Smartphone Updates erhalten. Das Smartphone soll die nächsten beiden Hauptversionen von Android erhalten, also neben Android Q auch Android R. Bis Mai 2022 sollen Sicherheitsupdates bereitgestellt werden.

Wie auch bei den anderen Motorola-Smartphones gibt es aber Software-Beigaben wie Moto Actions und Moto Display. Das umfasst unter anderem typische Motorola-Gesten, um durch Bewegungen des Smartphones sofort die Kamera zu starten oder die Taschenlampe zu aktivieren. Zudem lassen sich Benachrichtigungen auf dem Display anzeigen, indem das Smartphone angestupst wird.

Das LTE-Smartphone ist Dual-SIM-fähig, aber mit zwei SIM-Karten ist dann keine Speicherkarte nutzbar. Es unterstützt WLAN-ac, Bluetooth 5.0, NFC und hat einen GPS-Empfänger sowie ein UKW-Radio und einen Mono-Lautsprecher. Neben einem USB-C-Anschluss gibt es eine 3,5-mm-Klinkenbuche, um klassische Kopfhörer damit betreiben zu können. Das Smartphone ist nach IP52 vor Strahlwasser geschützt.

Im Smartphone steckt ein 3.500-mAh-Akku und der Hersteller verspricht, dass damit problemlos eine Nutzung den ganzen Tag über möglich sein soll. Mittels Schnellladetechnik soll der Akku nach 15 Minuten Ladezeit wieder 7 Stunden Nutzungsdauer liefern.

Motorola will das Smartphone One Vision Ende Mai 2019 für 300 Euro auf den Markt bringen. Vorbestellungen sind ab 16. Mai 2019 möglich. Das Gerät wird generell gleich mit einem Schnellladenetzteil, Kopfhörern und einer Schutzhülle ausgeliefert.

Fazit

Beim One Vision, das mit Android One läuft, gibt es eine sehr gute Mittelklasse-Ausstattung. Das Smartphone wird die kommenden beiden Android-Hauptversionen erhalten und soll auch zügig Sicherheitspatches bekommen. Die 48-Megapixel-Kamera klingt in dieser Preisklasse vielversprechend und die Speicherbestückung ist üppig. Vor allem bei Aufnahmen in dunkler Umgebung waren die ersten Erfahrungen positiv.



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b1n0ry 18. Mai 2019

Nicht, wenn man auch nur einen Funken wert auf brauchbare Fotos legt.

BetaMan 18. Mai 2019

Einfach nochmal auf den Fingerabdrucksensor oder auf denn Off-Button.

wurstfett 17. Mai 2019

nein einfach ein paar Monate warten dann kostet es so viel

satan0rx 16. Mai 2019

Dann hast' ja Glück dass es 435 PPI sind Mal ehrlich, mein Handy hat auf 5.X Zoll die...

redmord 16. Mai 2019

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