Motorenentwicklung: Daimler plant Dieselmotoren und Robotertaxis
Obwohl Daimler viel Geld in Elektroautos stecken will, soll die Entwicklung von Dieselmotoren anders als bei Volvo nicht eingestellt werden. Auch an selbstfahrenden Taxis ist Daimler interessiert.
Daimler will weiter Dieselmotoren entwickeln, obwohl es in Deutschland und anderen Ländern Pläne gibt, für diese Antriebsart begrenzte Fahrverbote zu erlassen. "Wir investieren weiter in unsere Verbrennungsmotoren, sowohl Otto als auch Diesel", sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Ola Källenius der Deutschen Presse-Agentur.
Volvo will hingegen keine neue Dieselmotor-Generation mehr entwickeln. Das Unternehmen, das zum chinesischen Geely-Konzern gehört, will stattdessen Hybridfahrzeuge und Elektroautos bauen. "Aus heutiger Sicht werden wir keine neue Generation Dieselmotoren mehr entwickeln", sagte Vorstandsvorsitzender Hakan Samuelsson im Mai 2017 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Parallel drückt Daimler bei der Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge aufs Tempo: Ursprünglich wollte das Unternehmen bis 2025 zehn Elektroautos auf den Markt bringen. Bei der Hauptversammlung Ende März 2017 teilte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche jedoch mit, das Programm werde um drei Jahre verkürzt.
Daimler will zudem die Entwicklung autonom fahrender Autos vorantreiben, so dass es zwischen 2020 und 2025 die ersten Robotertaxis geben soll. Das würde bedeuten, dass kein Fahrer mehr das Auto steuern muss.
Da unter autonomen Fahrfunktionen unterschiedliche Fähigkeiten verstanden werden, wurden sie in mehrere Stufen eingeteilt. Beim Erreichen des Levels 5, der höchsten Stufe, sind Autos in der Lage, sämtliche auftretenden Situationen selbst zu meistern. Ein Fahrer wird nicht mehr gebraucht.
Dafür benötigt das Fahrzeug Sensoren, um die Umgebung zu erfassen und präzise Karten. Zu diesem Zweck kaufte Daimler mit BMW und Audi den Kartendienst Here.
Daimler kooperiert bereits mit dem US-Mitfahrdienst Uber. Dabei sollen die geplanten selbstfahrenden Daimler-Autos künftig für Uber unterwegs sein. Einen genauen Zeitplan nannten die Unternehmen nicht.
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