Beim Display fällt der günstige Preis auf

Für problemloses einhändiges Bedienen des Moto G6 ist das 5,7 Zoll große IPS-LCD zu groß. Es nimmt über 80 Prozent der Fläche auf der Gerätevorderseite ein und stellt 2.160 x 1.080 Pixel bzw. 424 Bildpunkten pro Zoll direkt unter dem Oberflächenglas dar. Das ist für alle Anwendungen ausreichend scharf auf einem vergleichsweise kleinen Bildschirm.

Für maximale Leuchtstärke (420 cd/m² bei deaktivierter automatischer Helligkeitsanpassung), Farbtreue (4,47 Delta E) und Kontrast (712:1) liefert das Colorimeter allerdings jeweils etwas schlechtere Werte als für den Bildschirm des Moto G6 Plus. Auch ist das Display des Moto G6 weniger blickwinkelstabil als das des Plus-Modells: Aus schrägen Blickwinkeln verdunkelt sich die Anzeige etwas. Zudem reflektiert das Oberflächenglas recht stark und ist wie das Glas an der Rückseite schnell von Fingerabdrücken beschmuddelt. Solange das Sonnenlicht nicht direkt draufstrahlt, kann man das Display des Moto G6 auch draußen bei Sonnenschein noch ablesen.

Neben einem teuren Premium-Smartphone zum Vergleich wie dem iPhone X von Apple zeigen sich jedoch die Qualitätsunterschiede: Da wirkt die Anzeige einer weißen Seite fast gräulich, außerdem scheint der Bildschirm des Motorola-Smartphones uneinheitlich ausgeleuchtet zu sein. Die Farbtemperatur der Anzeige des Moto G6 lässt sich immerhin in den Systemeinstellungen stufenlos zu kühler oder wärmer sowie zu farbintensiver oder -natürlicher verändern.

  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Moto G6 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wer die Anzeigefläche des länglichen Displays voll ausnutzen möchte, kann die Leiste mit den Android-Buttons ausblenden und über Wischgesten auf dem Fingerabdrucksensor durch das Menü navigieren.

Im Inneren des Moto G6 arbeitet der im 14-Nanometer-Verfahren gefertigte Octa-Core-Prozessor Snapdragon 450 von Qualcomm mit einer Taktrate von bis zu 1,8 GHz und Adreno-506-GPU, der beispielsweise auch im Honor 7C oder ZTE Blade V9 steckt und quasi eine heruntergetaktete Version des Snapdragon 625 vom Moto G5 Plus ist. Der Prozessor kann im Moto G6 je nach Geräteversion auf 3 GByte oder 4 GByte Arbeitsspeicher zugreifen - die 4-GByte-Variante gibt es aber nur über Amazon zu kaufen. Der Flash-Speicher ist je nach Gerätevariante 32 GByte oder 64 GByte groß. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die Geräteversion mit 3 GByte LPDDR3-RAM und 32 GByte internem eMMC-5.1-Speicher. Ein Steckplatz für eine MicroSD-Karte bis zu 128 GByte ist vorhanden.

Für alltägliche Aufgaben ist das Smartphone schnell genug

Im Vergleich zu dem im 28-Nanometer-Verfahren produzierten Vorgängermodell Snapdragon 435 zeichnet sich der Snapdragon 450 durch eine höhere Energieeffizienz und Leistung aus, die acht Cortex-A53-Rechenkerne mit bis zu 1,8 GHz, die GPU mit 650 MHz und der Arbeitsspeicher mit 933 MHz sind jeweils höher getaktet. Laut Qualcomm gewährleistet der neue, für Mittelklasse-Smartphones konzipierte Chip im Vergleich beispielsweise vier Stunden mehr Akkulaufzeit in ansonsten baugleichen Modellen. Im Test lässt sich das Moto G6 weitgehend ruckelfrei bedienen, Apps starten ohne spürbare Verzögerung, gängige Anwendungen wie Browsen, Streamen und Chatten funktionieren problemlos, und auch Spiele wie Asphalt 8, Vain Glory oder Real Racing 3 laufen auf hohen, wenn auch nicht auf höchsten, Grafik-Einstellungen flüssig. Wenn es mal kurz hakelt, liegt es in der Regel am langsamen Speicherstandard.

In Benchmarks kann der Mittelklasse-Chip natürlich nicht glänzen: Im CPU-Test Geekbench erreicht der Snapdragon 450 im Moto G6 731 Punkte im Single-Core-Modus und 3.731 Punkte im Mehrkern-Modus, im Antutu 7.0.7 knapp 70.000 Punkte, im PC Mark Work 2.0 4.482 Punkte, im Gaming-Benchmark 3D Mark Ice Storm Unlimited 12.683 Punkte, im Grafik-Test von GFXBench 1.080p T-Rex Offscreen 21 Bilder pro Sekunde (FPS). Zur Einordnung: Top-Smartphones wie das Sony Xperia XZ2 mit dem Snapdragon 845 kommen auf Werte von bis zu 8.300 Punkte im Geekbench und bis zu 250.000 Punkte im Antutu. Der Snapdragon 450 ordnet sich mit seinen Benchmark-Ergebnissen im Mittelfeld der in den vergangenen zwei Jahre getesteten Smartphones ein und liegt bei der CPU-Leistung knapp vor, bei der Grafikleistung aber knapp hinter dem Exynos 7880 im Samsung Galaxy A5 (2017).

Das Smartphone läuft mit Android 8.0 alias Oreo.

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 Moto G6 im Test: Ganz ohne Kompromisse geht es nichtReines Android mit sinnvollen Verbesserungen 
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Finkenschinken 10. Jul 2018

die Displays bleiben trotzdem anfällig und so eine Reparatur kostet dann im Verhältnis...

pk_erchner 10. Jul 2018

genau das haben doch Samsung und Apple perfekt vorgemacht 1) es sind mehr Neu-Käufe...

recluce 10. Jul 2018

Wir haben hier vier Moto G in der Familie, eins von 2013, die anderen von 2014. Bei allen...

FreiGeistler 09. Jul 2018

Wenn er nicht-deutsche Katalysatoren hat, ist er eventuell sogar besser ;-)



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