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MotionX: Schweizer Uhrenhersteller gegen Apple

Schweizer Uhrenhersteller wollen nicht tatenlos zusehen, wie der Smartwatch-Markt ohne sie wächst: Mit der Plattform MotionX lassen sich ihre klassischen Uhrengehäuse nutzen. Drei Hersteller haben bereits Modelle angekündigt, doch Displays sucht man vergebens.
/ Andreas Donath
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Smartwatch im klassischen Armbanduhrendesign (Bild: Frederique Constant)
Smartwatch im klassischen Armbanduhrendesign Bild: Frederique Constant

Schweizer Uhrenhersteller haben eine Plattform entwickelt, mit der Smartwatch-Funktionen in klassische Uhren integriert werden können.

Es ist allerdings ein halbherziger Versuch, den Manufacture Modules Technologies mit der Smartwatch-Plattform MotionX unternimmt. Mit dem Modul lassen sich zwar Bluetooth und ein Bewegungssensor samt Antrieb für einen Fortschrittszeiger in klassischen Armbanduhren unterbringen. Aber ein Display oder gar Benachrichtigungen über eingehende Anrufe, E-Mails und SMS werden nicht angezeigt. Dafür hält die Batterie aber auch zwei Jahre durch. Bei normalen Smartwatches sind Laufzeiten von einem Tag bis einer Woche normal.

Manufacture Modules Technologies (MMT) aus Genf hat die Plattform als Joint Venture mit Fullpower Technologies aus den USA und der Union Horlogère Holding entwickelt. Zu Union Horlogère gehören die Uhrenhersteller Frederique Constant(öffnet im neuen Fenster) und Alpina(öffnet im neuen Fenster). Auch der Hersteller Mondaine(öffnet im neuen Fenster) hat ein Modell mit MotionX angekündigt.

Mondaine bringt allerdings nicht die Handgelenks-Version der Schweizer Bahnhofsuhr(öffnet im neuen Fenster) mit Smartwatch-Technik auf den Markt, sondern die Mondaine Helvetica. Das Design der Schweizer Bahnhofsuhr wurde in iOS verwendet, wofür Apple nachträglich 20 Millionen Franken Lizenzgebühren zahlte.

Innerhalb dieses Jahres sollen 10 verschiedene Modelle unter der Dachmarke Swiss Horological Smartwatches entstehen, die von Frederique Constant und Alpina auf den Markt gebracht werden. Darunter sind sowohl Damen- als auch Herrenmodelle. Die Preise reichen von 1000 bis 1300 US-Dollar und stellen somit keine Luxusuhren im branchenüblichen Sinn dar. Die Kollektionen sollen auf der Baselworld im März(öffnet im neuen Fenster) gezeigt werden – passenderweise kurz vor dem Marktstart der Apple Watch.

Zur Apple Watch stellen die Schweizer Uhren jedoch mangels der Benachrichtigungsfunktion keine wirkliche Konkurrenz dar. Dafür wird die Uhrzeit der Quarzwerke mit der auf dem Smartphone synchronisiert. Die Apps bieten letztlich nur eine Auswertung des Bewegungsverhaltens – sowohl im wachen Zustand als auch im Schlaf. Ein Zeiger auf der Uhr läuft eine Skala ab, über die selbst gesteckte Aktivitätsziele überwacht werden können.


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