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Kameraroboter Milo Long Arm: Bilder, die man per Hand nicht drehen kann.
Kameraroboter Milo Long Arm: Bilder, die man per Hand nicht drehen kann. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Virtuelle + reale Szenen = perfekte Illusion

Eine Anwendung ist der Multi-Pass, also die Wiederholung einer Kamerafahrt. Das sei "der Schlüssel zu ganz vielen visuellen Effekten", sagt Neumann. Denn um die am Computer generierten Szenen (CG) später mit Realszenen montieren zu können, müssen die virtuelle und die reale Kamerafahrt identisch sein.

  • Der Milo Long Arm im Studio von Mastermoves in Berlin Adlershof (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roboterarm wird hauptsächlich in der Werbung, aber auch bei Spielfilmen eingesetzt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Er steuert die Kamera wiederholbar ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und sehr präzise. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bei einer Fahrt regelt die Steuerungssoftware auch die Schärfe. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Arm sitzt auf einer Basis und kann rotiert werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Diese Spindel hebt und senkt den Arm. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Roboter fährt auf den Schienen -  die können bis zu 18 Meter lang sein. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Fast alle Antriebe laufen über Zahnräder, etwa die Basis ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... oder der Head Angle, der die Aufhängung für die Kamera bewegt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Diese Encoder sorgen für eine genaue Ansteuerung der Achsen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Milo Long Arm ist der größte Roboter von Mastermoves. Der Ausleger kann verkürzt werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Talos hat einen ähnlichen Funktionsumfang, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... ist aber deutlich kleiner. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch dieser Kopf ist für Motion Control gedacht - damit wird auf sehr engem Raum gedreht, etwa in einem Auto. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Alle Systeme werden von der gleichen Software gesteuert - hier Milo, Drehteller und Lichttraverse. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Alle Systeme werden von der gleichen Software gesteuert - hier Milo, Drehteller und Lichttraverse. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Ohne Motion Control lassen sich solche Montagen nur mit einer unbewegten Kamera umsetzen. Dadurch fehlt es der Szene dann aber an Dynamik. Das Rezept für eine gelungene Illusion sei die Mischung aus realen und virtuellen Elementen, aufgenommen mit einer bewegten Kamera, sagt Matting. "Wer sagt, er könne alles in CG machen, und das sei genauso, als wäre es echt gedreht, der schwindelt einfach. Die Illusion erhöht sich dadurch, dass man reale Anteile gekonnt mit CG-Anteilen vermischt. Genauso sorgt eine bewegte Kamera für eine deutlich bessere Illusion als eine feste."

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Eine Szene wird unterteilt

Die Wiederholungsgenauigkeit ermöglicht zudem, Szenen in sogenannte Part Runs zu unterteilen. Die Kamerafahrt wird in mehreren Parts aufgenommen, die am Ende zu einer durchgehenden Fahrt montiert werden. Das ermöglicht beispielsweise den Umbau der Kulisse während der Aufnahme. Eine Möglichkeit sei etwa eine Kamerafahrt durch Kegel auf einer Bowling-Bahn, sagt Neumann: Die Kegel stehen zu dicht, als dass die Kamera hindurch fahren kann.

Also wird die Fahrt gedreht bis hinter dem ersten Kegel, kurz bevor der umfalle. Dann wird der Kegel entfernt für den zweiten Part Run. Dafür fährt der Arm die Kamera ein Stück zurück, damit er auf die gleiche Geschwindigkeit beschleunigt wie zuvor. Dann wird die Fahrt bis zum nächsten Kegel gedreht - bis die Kamera den letzten Kegel passiert hat. Am Ende werden die Part Runs zu einer Kamerafahrt montiert.

Die Wand wird mittendrin abgebaut

In Matthias Schweighöfers Spielfilm Der Nanny aus dem Jahr 2015 etwa wurde eine Szene gedreht, bei der eine Abrissbirne durch eine Wohnung fegt. Da in der Kulisse nur wenig Platz war, verliefen die Schienen für den Roboter durch eine Wand, die am Anfang der Szene aber noch sichtbar war. Sie hätten, sagt Matting, die Szene eben in zwei Teilen gedreht. Erst den Teil, in dem die Wand zu sehen ist. Dann wurde die Wand abgebaut, und es folgte der zweite Teil der Szene. Die Abrissbirne wurde anschließend am Computer eingefügt.

Mit Milo oder Talos ließen sich schließlich auch 3D-Szenen von statischen Szenen drehen, erzählt Neumann. Und das mit nur einer Kamera. Der Roboter berechnet einfach den Augenabstand, der für die stereoskopische Aufnahme nötig ist, und plant entsprechend die zweite Fahrt.

Und der A-Cure-For-Wellness-Trailer? Hier zeigt sich besonders gut, wie leicht es ist, mithilfe des Roboterarms die perfekte Illusion zu erzeugen. Es wurden ganz einfach zwei Kamerafahrten aufgenommen und zusammenmontiert. In einer sitzt ein Modell eines Frauentorsos mit den Fischen in der Wanne. Im anderen räkelt sich Goth in der Badewanne - allein: Die Aale wollte Verbinski ihr dann doch nicht zumuten.

 Arm und Kamera müssen synchron sein

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Xhsdvert 28. Feb 2017

"Ok." https://www.youtube.com/watch?v=OnBC5bwV5y0

DF 27. Feb 2017

Da würd' ich gern mal meine RED drauf schrauben und mich mal ne Woche mit dem Roboter...

Luke321 25. Feb 2017

So wie z.b. Schweiß-, Lackier-, Schneid-, Mess- oder Rollfalzroboter? ;-) Wie aus den...

Lasse Bierstrom 25. Feb 2017

Brushless DC, keine Schrittmotoren (keiner mag Schritte bei kontinuierlichen...

Lasse Bierstrom 25. Feb 2017

Wenn der Versatz genau 1/24 s beträgt, gibt es keinen Versatz. Vielfache der Frequenz...



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