Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

Morgan Stanley hat einigen Bankangestellten Strafen zwischen einigen Tausend bis zu über einer Million US-Dollar auferlegt, weil sie für offizielle Geschäftskommunikation Messaging-Apps wie Whatsapp verwendet haben. Das berichtet die Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . Die Höhe der individuellen Strafe basiere auf einem Punktesystem, das Faktoren wie die Anzahl der gesendeten Nachrichten, Dienstalter und frühere Verwarnungen berücksichtigt, heißt es laut Personen, die mit den Maßnahmen vertraut sind.
Morgan Stanley reicht damit die im vergangenen Jahr verhängte Strafe der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC an seine Angestellten weiter. Insgesamt musste die Bank 200 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
Von ähnlichen Strafen waren auch die Deutsche Bank, Bank of America, Citigroup und Goldman Sachs betroffen. Die Summe belief sich insgesamt auf 1,8 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) für Verstöße, die sich zwischen Januar 2018 und September 2021 ereignet hatten. Nach Angaben der SEC seien Zehntausende Nachrichten auch von leitenden Investmentbankern über inoffizielle Kanäle ausgetauscht worden.
Messenger schon länger ein Problem
Die Nutzung von verschlüsselten Messaging-Plattformen ist schon länger ein kritisches Thema. Finanzunternehmen sind in den USA dazu verpflichtet, ihre Geschäftskommunikation zu archivieren. Durch die seit Beginn der Coronapandemie verstärkte Nutzung von privaten Messengern seien sie dem nicht nachgekommen.
2020 hatte Morgan Stanley sogar zwei Angestellte entlassen(öffnet im neuen Fenster) , weil sie über Whatsapp kommunizierten. Zwar sei beiden inhaltlich kein Fehlverhalten nachgewiesen worden, dennoch reichte allein die Nutzung einer durch den Arbeitgeber nicht überwachten Plattform für eine Kündigung aus.



