• IT-Karriere:
  • Services:

Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.

Artikel von veröffentlicht am
Artwork von Mordhau
Artwork von Mordhau (Bild: Triternion)

Immerhin, den Hans-Test absolvieren wir mit Bravour! Der Hans-Test gehört zum Tutorial von Mordau, und er fühlt sich etwas gemein an: Nachdem wir den Umgang mit Schwert und Bogen gelernt haben, läuft ein computergesteuerter Mann namens Hans in der Siedlung herum. Und wir müssen den armen Kerl so schnell wie möglich mit einem Pfeil erwischen, um unser Können zu beweisen. Allerdings steht Hans danach wieder putzmunter auf, um schnell noch die Strohfiguren für unsere Übung mit Lanze und Pferd aufzustellen.

Stellenmarkt
  1. Dräger Medical Deutschland GmbH, Lübeck
  2. Controlware GmbH, Berlin

Das rund 15 Minuten lange, unterhaltsam aufbereitete Tutorial von Mordhau bereitet uns auf die wichtigsten Elemente des Actionspiels vor. Mordhau bietet Multplayergefechte mit bis zu 64 Teilnehmern, die sich in drei Modi bekriegen. Beim Anspielen hat uns vor allem das komplexe Kampfsystem angesprochen, das vor allem an Chivalry, aber auch an Titel wie For Honor und Kingdom Come Deliverance erinnert.

Wir müssen wahlweise in der Ich- oder der Third-Person-Perspektive lernen, mit unserem Schwert feindliche Schläge aus unterschiedlichen Richtungen auszuteilen, zu blocken und zu parieren. Außerdem können wir Fußtritte austeilen, dem Gegner gezielt in den Rücken fallen und noch mehr. Schwerter und andere Nahkampfwaffen stehen im Vordergrund, zusätzlich gibt es Pfeil und Bogen sowie hoch zu Ross die Lanze.

Wer sich über den Titel Mordhau wundert: Das ist der Name einer im Mittelalter gebräuchlichen Taktik, die wir nach einem Druck der R-Taste auch im Spiel anwenden können. Dazu ergreifen wir das Schwert an der Klinge und verwenden es wie einen Streitkolben, indem wir mit dem schweren Knauf versuchen, etwa einen dick gepanzerten Feind umzustoßen.

Die meisten Spieler treten in einem Modus namens Frontline an, in dem bis zu 64 Teilnehmer darum kämpfen, möglichst bestimmte Kontrollpunkte zu besetzen und möglichst lange zu halten. Außerdem gibt es Battle Royale und Horde - Letzteres meint den Kampf gegen immer neue Wellen von computergesteuerten Feinden. Dabei treten wir mit vorgegebenen Klassen wie Ritter, Halunke oder Räuber an oder basteln einen individuellen Charakter.

  • Der Ausbilder zeigt uns im Tutorial, wie Schwertkampf in Mordhau funktioniert. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Mit unseren Mannen stürmen wir zur gegnerischen Festung. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Nach jedem der eher häufigen Bildschirmtode können wir auf der Übersichtskarte respawnen. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Auch solche Katapulte können wir bedienen. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Im Hauptmenü wählen wir den Spielmodus. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • In Mordhau treten wir in mehreren Klassen an. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Direkt im Programm ist ein Serverbrowser verfügbar. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
  • Die Grafikoptionen in der Übersicht (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)
Der Ausbilder zeigt uns im Tutorial, wie Schwertkampf in Mordhau funktioniert. (Bild: Triternion/Screenshot: Golem.de)

Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 4, die Umgebungsgrafiken sowie Licht und Schatten finden wir wenig aufregend. Mordhau lebt vor allem von seinen sehr ordentlichen Animationen - uns stören die teils etwas einfachen Texturen und andere kleine Schwächen nicht weiter. Nervig sind die vielen Bugs, bei uns ist das Programm immer wieder mal abgestürzt. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Titel im Early Access zu veröffentlichen, aber in Foren ist aus der Community bislang kaum Gegrummel ob der Probleme zu hören.

Mordhau ist als rund 10 GByte großer Download über Steam für rund 25 Euro erhältlich; es enthält keine Mikrotransaktionen. Sprachausgabe und Bildschirmtexte liegen in mehreren Sprachen vor. Das Spiel enthält relativ drastische Gewaltinhalte, die sich im Menü vollständig deaktivieren lassen. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Es hat uns fast ein bisschen überrascht, wie viel Spaß die Gefechte in Mordhau vom ersten Moment an machen. Irgendwie haben die Entwickler das magische Mischungsverhältnis aus wildem Getümmel, komplexem Kampfsystem und planvollem Vorgehen auf der Karte ziemlich genau getroffen. Das gilt vor allem im Spielmodus Frontline, bei dem auch weitere Faktoren wie die Kartengröße und die Teilnehmerzahl mit Abstand am stimmigsten wirken.

Bei Horde und Battle Royale gibt es ähnlich viel Potenzial wie Optimierungsbedarf. Überhaupt muss Triternion noch Arbeit in Mordhau stecken - aber soweit man das bislang einschätzen kann, scheinen die Entwickler dazu sowohl willens als auch in der Lage zu sein. Wer Szenario und grundsätzliches Spielprinzip mag, kann schon jetzt die Klinge in die Hand nehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

captain_spaulding 16. Mai 2019

Angeblich funktioniert der LAN Modus nicht. Habe ich einem GIGA-Video gesehen!


Folgen Sie uns
       


Datenbasierte Archäologie im DAI

Idai World ist ein System, um archäologische Daten aufzubereiten und online zugänglich zu machen. Benjamin Ducke vom Deutschen Archäologischen Institut stellt es vor.

Datenbasierte Archäologie im DAI Video aufrufen
Radeon RX 5500 (4GB) im Test: AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren
Radeon RX 5500 (4GB) im Test
AMDs beste 200-Euro-Karte seit Jahren

Mit der Radeon RX 5500 hat AMD endlich wieder eine sparsame und moderne Mittelklasse-Grafikkarte im Angebot. Verglichen mit Nvidias Geforce GTX 1650 Super reicht es zum Patt - aber nicht in allen Bereichen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Workstation-Grafikkarte AMDs Radeon Pro W5700 hat USB-C-Anschluss
  2. Navi-Grafikeinheit Apple bekommt Vollausbau und AMD bringt RX 5300M
  3. Navi-14-Grafikkarte AMD stellt Radeon RX 5500 vor

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Elektroschrott: Kauft keine kleinen Konsolen!
Elektroschrott
Kauft keine kleinen Konsolen!

Ich bin ein Fan von Retro. Und ein Fan von Games. Und ich habe den kleinen Plastikschachteln mit ihrer schlechten Umweltbilanz wirklich eine Chance gegeben. Aber es hilft alles nichts.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. IMHO Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus
  2. Gaming Konsolenkrieg statt Spielestreaming

    •  /