Abo
  • Services:

Moore's Law ist längst weniger wichtig geworden

Es ist an der Zeit, von Moore's Law Abschied zu nehmen - aber nicht so abrupt, wie das der schon oft beschworene "Tod" der Regel nahelegen würde. Die Beobachtung eines Ingenieurs, der sie selbst nie als Gesetz bezeichnete, war zwar lange Zeit die Triebfeder der gesamten Computerbranche, basiert aber auf dem Stand der Halbleitertechnik Mitte der 1960er Jahre. Damals wie heute werden integrierte Schaltungen aus Silizium gebaut, und dieses Material scheint allmählich ausgereizt. Schon seit mehreren Jahren sind einige Teile eines Chips nur noch wenige Atomlagen dick, und dass das nicht ewig so weitergehen kann, hat die Branche längst eingesehen.

  • Die Leclströme haben sich u.a. durch HKMG drastisch reduziert. (Bild: Intel)
  • Gordon Moores erste Skizze von 1965 zur Integration von Schaltelementen. (Bild: Intel)
  • Fab-X zeigt, wie mit 'More than Moore' Analogelektronik und Sensoren wachsen. (Bild: X-Fab)
Gordon Moores erste Skizze von 1965 zur Integration von Schaltelementen. (Bild: Intel)
Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg
  2. Visteon Electronics Germany GmbH, Karlsruhe

Nur auf die Strukturbreite zu achten, ist bei der Vielfältigkeit heutiger Bausteine viel zu kurz gedacht. Neue Arten der Konstruktion von Transistoren, neue Materialien und vor allem die Veränderung der Nachfrage bei den Kunden machen eine andere Betrachtung der Fortschritte der Halbleiterfertigung nötig. Es kommt heute fast nur noch bei großen Server-CPUs und den Desktop-GPUs für Spiele und Rechenanwendungen darauf an, möglichst viele Transistoren auf kleinsten Raum zu quetschen. Bei den anhaltend boomenden mobilen Geräten sind minimaler Energiebedarf und geringe Herstellungskosten viel wichtiger - andere Komponenten wie Display, Designer-Gehäuse und Akku sind hier die teuersten Elemente, das war beim klassischen Desktop-PC die CPU.

Dennoch scheint beim Wechsel zu einer anderen Technologie als dem Silizium oder gar einer völlig anderen Architektur für Computer eine gewisse Ratlosigkeit zu herrschen. Noch rund zehn Jahre dürfte die Industrie aber Zeit für "the next big thing" auf technologischer Ebene haben. Der frühere Intel-Vize Pat Gelsinger hat diesen Zustand im Gespräch mit Golem.de einmal mit einem Beispiel beschrieben: "Stell Dir vor, Du fährst nachts im Nebel mit dem Auto. Durch die Scheinwerfer kannst Du zwar nur 100 Meter weit sehen - aber das heißt nicht, dass die Straße danach einfach aufhört." Dass Moore's Law 2015 immerhin noch seinen 50. Geburtstag feiern kann, gilt also als sicher.

 Neue Bauformen und Materialien
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,84€ + Versand
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. 106,34€ + Versand

DerVorhangZuUnd... 21. Apr 2015

Naja.. Kommt drauf an... Wenn er ein MapReduce-Programm (also massiv parallel...

DerVorhangZuUnd... 21. Apr 2015

Ich kenne keinen der Haswell überspringen wollte, weil er auf Broadwell wartet. Iris war...

plutoniumsulfat 20. Apr 2015

Warum sollten sie das? Benchmarks sagen da was anderes.

schily 20. Apr 2015

Mit einem Atomdurchmesser von ca. 230pm bei Silizium haben wir ca. 4 Atomschichten pro...

koelnerdom 20. Apr 2015

Tja, bevor man so austeilt, sollte man vielleicht genau hinschauen, oder? Denn auch der...


Folgen Sie uns
       


Kameravergleich Smartphones

Samsungs Galaxy S9+ macht gute Fotos - auch im Vergleich zur Konkurrenz, wie unser Vergleichstest zeigt.

Kameravergleich Smartphones Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

    •  /