Moonshot: HP will keine Rechenzentren mehr bauen

Einer der wichtigsten Kunden von HP ist - Hewlett-Packard. Die Verbesserungen, die für die Kunden entwickelt werden, kann HP auch direkt einsetzen. Das Unternehmen sieht dank Moonshot das Potenzial, die wenigen verbliebenen Rechenzentren noch weiter zu reduzieren.

Artikel veröffentlicht am ,
45 dieser Moonshot-Module passen in ein 4,3-HE-Chassis.
45 dieser Moonshot-Module passen in ein 4,3-HE-Chassis. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

HP.com muss jeden Tag 300 Millionen Seitenaufrufe bewältigen und wurde von HP ausgewählt, um Project Moonshot in den Einsatz zu bringen. Es kann immer noch als großes Experiment angesehen werden und verteilt Rechenaufgaben auf 45 Servermodule. Mit der ersten Moonshot-Generation konnte HP insbesondere die Anzahl der Hostingserver drastisch reduzieren.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler Linux / Yocto für Embedded Systems (m/w/d)
    SysTec Systemtechnik und Industrieautomation GmbH, Bergheim bei Köln
  2. Embedded Software Development Engineer (m/w/d)
    RIEDEL Communications GmbH & Co. KG, Wuppertal
Detailsuche

CIO John Hinshaw gab auf der Discover bekannt, dass HP prinzipiell die Anzahl der Rechenzentren von derzeit sechs auf vier reduzieren könnte anhand erster Ergebnisse mit Moonshot. Moonshot-Systeme werden seit einem halben Jahr verkauft. Die Notwendigkeit eines Neubaus wurde komplett ausgeschlossen. Die Leistungsaufnahme für die Webseite des Unternehmens wurde von 10 Kilowatt auf rund 1 Kilowatt reduziert. Der Platzbedarf wurde deutlicher reduziert. Statt zehn Racks ist nun ein halbes 19-Zoll-Rack zu warten. Daraus lässt sich jedoch ablesen, dass die Leistungsaufnahme pro Rack erheblich gestiegen ist. Solche Faktoren müssen bei der Kühlung und der Energieversorgung von Rechenzentren ebenfalls berücksichtigt werden.

Moonshot-Chassis sind mit Vollbestückung allerdings teure Anschaffungen. HP lässt sich die Packungsdichte gut bezahlen. Das schon länger verfügbare Moonshot 1.500 kostet beispielsweise um die 50.000 Euro, also rund 1.000 Euro für jedes einzelne Modul mit einem einzelnen Atom S1200 (Centerton). Das gerade erst vorgestellte Converged System 100 mit 180 AMDs Opteron X kostet sogar mehr als 130.000 US-Dollar.

Doch Moonshot hat noch nicht die Flexibilität, um traditionelle Server in Racks oder gar Blades zu ersetzen. Es gibt derzeit nur vier Modultypen, und die vielversprechenden 288 ARM-Server in einem Chassis lassen weiter auf sich warten. Nur für Unternehmen im sogenannten Discover-Programm gibt es nun 32-Bit-ARM-Module mit mehreren DSP. Von Moonshot-Modulen mit 64-Bit-ARM gibt es hingegen nicht einmal eine konkrete Produktankündigung. Geplant sind sie.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Samsung Odyssey Neo G9 im Test
Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied

Samsungs Odyssey Neo G9 ist riesig und durch Mini-LED auch kontraststark. Es gibt derzeit keinen besseren (und teureren) 32:9-Monitor für Gaming.
Ein Test von Oliver Nickel

Samsung Odyssey Neo G9 im Test: Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied
Artikel
  1. Raumfahrt: Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace
    Raumfahrt
    Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace

    Arianespace soll eine kleine wiederverwendbare Rakete entwickeln. Das Konzept kommt zu spät, ist zu klein und wirtschaftlich wie politisch fragwürdig.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  2. S-Klasse mit Level 3: Mercedes darf hochautomatisiert fahren
    S-Klasse mit Level 3
    Mercedes darf hochautomatisiert fahren

    Autonom fahren ist es noch nicht, aber Level 3 darf Mercedes nun 2022 mit dem Drive Pilot in der S-Klasse und im EQS anbieten.

  3. Verkehrssicherheit: Teslas werden zu rollender Spielkonsole und zur Gefahr
    Verkehrssicherheit
    Teslas werden zu rollender Spielkonsole und zur Gefahr

    Nach einem Software-Update können bei laufender Fahrt im Tesla drei Spiele gespielt werden. Die Verkehrssicherheitsbehörde ist entsetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM-Module und SSDs von Crucial im Angebot • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Microsoft Flight Simulator Xbox 29,99€ • Alternate (u. a. Kingston A400 480 GB SSD 37,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /