Abo
  • Services:

Monster Hunter World angespielt: Die Nahrungskettensimulation

Großes Monster frisst kleines Monster - meistens: In Monster Hunter World dürfen wir von der Spurensuche bis zum Endkampf die Jagd auf Fantasybestien nacherleben. Golem.de hat das teils faszinierend glaubwürdige Actionspektakel ausprobiert.

Artikel von veröffentlicht am
Artwork von Monster Hunter World
Artwork von Monster Hunter World (Bild: Capcom)

Unser Gegner ist in Panik. Nach minutenlangem Kampf haben wir der Riesenechse Groß-Jagras schweren Schaden zugefügt - aber ans Aufgeben denkt das Biest natürlich nicht. Stattdessen stürzt es sich auf ein Nest mit eigentlich ganz süßen Babysauriern und schlingt einen am Stück hinunter, in einer Mischung aus Fressgier und dem verzweifelten Versuch, sich neue Energie zu verschaffen. Zum Glück für uns geht der Plan von Groß-Jagras nicht auf: Mit der prall gefüllten Wampe kann er sich kaum noch bewegen und schon gar nicht kämpfen. Also versucht er, watschelnd auf allen vier Pfoten - die kaum noch den Boden erreichen - in seine vermeintlich sichere Höhle zu flüchten.

Stellenmarkt
  1. über Kienbaum Consultants International GmbH, Südwestdeutschland
  2. Continental AG, Nürnberg

Solche Szenen haben wir beim Anspielen von Monster Hunter World gleich mehrfach erlebt. Was wir dazu sagen müssen: Soweit wir es verstanden haben, hat sich Groß-Jagras nicht aufgrund eines vorbereiten Skripts mitten im Kampf mit uns zuerst über den kleinen Saurier hergemacht und anschließend die Flucht ergriffen. Solche Entscheidungen sollen die Monster in dem Actionspiel von Capcom dank ihrer KI-Algorithmen selbst treffen können. Bei einem anderen Spieler mit dem gleichen Auftrag hätte die Jagd also ganz anders ablaufen können.

Zumindest bei unserem gut zweistündigen Anspielen von drei Missionen haben wir das faszinierend gefunden. Wir haben das Gefühl, in einer glaubwürdig simulierten Welt zu kämpfen, in der alles möglich ist. In einer der drei spielbaren Missionen etwa flüchtet unser ziemlich schneller Hauptwidersacher um eine Ecke. Wir rennen hinterher, biegen ebenfalls um die Ecke - und sehen, dass unser Ziel offenbar in ein anderes Monster gestolpert ist, worauf sich die beiden vor unseren Augen einen erbitterten Kampf liefern.

Natürlich bleiben wir erstmal stehen und schauen zu, wie die beiden sich Schaden zufügen. Irgendwann schnappt sich unser eigentlicher Gegner seinen Widersacher in einer filmreifen Geste mit dem Maul, schleudert ihn wütend hin und her - aber der Unterlegene kann sich befreien, wird weggeschleudert und haut dann ab. Blöderweise wendet sich das jetzt erst so richtige saure Hauptmonster wieder uns zu ...

Ein Freund, ein guter Freund ...

Auch im Falle von Groß-Jagras läuft die Sache ein bisschen anders als erwartet. Wir können ihn recht schnell tatsächlich in seiner Höhle stellen - er liegt da ganz friedlich und versucht, sich zu erholen. So leid es uns tut: Natürlich wollen wir ihn dann doch besiegen und greifen an. Aber nicht allein, sondern in Begleitung eines anderen Monsters, das sich uns spontan angeschlossen hat - laut einem Vertreter von Capcom machen das vor allem eher ängstliche Spezies, die von unserem Auftreten besonders beeindruckt sind.

Ganz allein sind wir aber sonst auch nicht in Monster Hunter World unterwegs: Wir sind immer in Begleitung von Palico - Fans kennen das kleine, dezent an einen Ewok erinnernde Wesen natürlich schon aus früheren Serienteilen. Palico richtet zwar nicht sehr viel Schaden an, aber er lenkt die Gegner immer wieder mal ab, sodass wir einen Stärkungstrank zu uns nehmen oder eine Falle aufbauen können.

Palico kann außerdem Verbündete für uns gewinnen: Wenn er etwa einen entfernten Verwandten sieht und wir Glück haben, begrüßen die beiden sich - kurzer Gruß mit der Pfote und ein bisschen Geschnatter, direkt in der Welt - und ziehen dann gemeinsam mit uns weiter. Außerdem können wir das Knuddelwesen passend zu unserer Taktik mit Nah- oder Fernkampfwaffen ausrüsten.

Monster Hunter World wird wohl kein sofort zugängliches Spiel. Wir müssen in Dschungeln, Wüsten oder Felstälern nicht nur kämpfen, sondern etwa nach der Auftragsannahme auch die Fährte der Monster suchen und verfolgen. Das machen wir, indem wir auf giftgrüne Fliegenschwärme achten, die sich in der Nähe der Fußspuren, aber vor allem in der Nähe der Bestien selbst vermehrt aufhalten.

Es gibt aber noch zahlreichere weitere Systeme: diverse Arten von Fallen, etwa um einen Gegner zu verlangsamen, sowie eine Art Enterhaken, mit dem wir schnell auf höher gelegene Plattformen gelangen können. Auf uns haben die vielen verschachtelten Menüs in der Betaversion wenig zugänglich gewirkt - das Programm scheint in dieser Hinsicht ganz in der eher japanischen Tradition der Serie zu stehen. Wir sind gespannt, wie komplex der Einstieg in die fertige Version wird.

Monster Hunter World soll am 26. Januar 2018 für Playstation 4 und Xbox One erscheinen. Eine PC-Fassung soll später folgen. Auf der PS4 Pro - und möglicherweise auch auf der Xbox One X, aber das wissen wir nicht genau - können Spieler zwischen optimierter Bildrate, hohen Auflösungen oder schönerer Grafik mit mehr Details und Licht- und Schatteneffekten wählen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

Hotohori 27. Nov 2017

Ich bin jetzt zwar auch nicht so der Fan von übergroßen Waffen, aber dennoch freue ich...

Hotohori 27. Nov 2017

Aso, war gerade verwirrt wegen der Überschrift, dann hatte Golem also zuerst behauptet...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
    K-Byte
    Byton fährt ein irres Tempo

    Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
    2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
    3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

      •  /