Monster Hunter Rise im Test: Jagen wie früher

Das nur für Nintendo Switch (und später für PC) verfügbare Monster Hunter Rise schickt Spieler ins alte Japan. Neben der stellenweise tristen und ruckeligen Grafik hat uns auch die nicht sehr spaßige Steuerung gestört.

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Der Dorfälteste Fogen in Monster Hunter Rise.
Der Dorfälteste Fogen in Monster Hunter Rise. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)

Alarm im Dörfchen Kamura: Hungrige Biester sind unterwegs - wenn wir nicht einschreiten, droht eine Katastrophe. Natürlich lassen wir uns von "Hinoa, dem Quest-Mädel" (das heißt wirklich so), und dem Dorfältesten Fogen in Monster Hunter Rise nicht lange bitten und stürzen uns in den Kampf - schließlich haben wir gerade erst unsere Ausbildung zum Jäger abgeschlossen.

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Rise ist ein in sich abgeschlossener neuer Teil von Monster Hunter, der uns in das alte Japan schickt. Neben Hinoa und Fogen treffen wir noch weitere Dorfbewohner wie den Schmied, die Köchin und den Postboten.

Für ihren Schutz legen wir uns mit immer größeren Biestern an, die wir serientypisch suchen und verfolgen, vor allem aber in teils sehr aufwendigen und fordernden Kämpfen zur Strecke bringen müssen - falls sie nicht von sich aus Kamura attackieren ...

Das Szenario unterscheidet sich vom direkten Vorgänger World, die Jagden sind im Großen und Ganzen durchaus ähnlich. Für den vermutlich größten Unterschied sorgt ein Ausrüstungsgegenstand namens Seidenbinder: Das ist eine Art Enterhaken, mit dem wir uns an Felsen ebenso wie an großen Monstern hochziehen können.

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Die Bedienung dieses neuen Extras ist nicht ganz einfach, hat uns nach einer längeren Eingewöhnung aber Spaß gemacht - man kann damit flott wie ein Ninja (oder wie Spider-Man) durch die Umgebungen wirbeln und unter anderem auf Bergrücken nach versteckten Extras suchen.

Weniger vergnüglich finden wir die Steuerung im Kampf. Sobald wir die Angriffstaste gedrückt halten, führt der Charakter einen Schlag aus, den wir nicht mehr direkt beeinflussen können - selbst wenn die Monster längst schon woanders stehen. Ähnlich ungewöhnlich unflexibel ist die Bedienung auch an anderen Stellen, etwa beim langwierigen Sammeln von Extras.

Monster Hunter Rise - [Nintendo Switch]

Um von Kamura zum jeweiligen Einsatzort zu gelangen, drücken wir schlicht eine Taste. Wenig später stehen wir in der einer etwas tristen Fels- oder Eislandschaft. Sobald der Auftrag abgeschlossen ist, werden wir automatisch wieder zurückteleportiert. Die Grafik ist nicht sehr detailreich, von einigen sehr schönen großen Monstern abgesehen. Gerade in den Kämpfen mit mehreren Bestien ruckelt es teilweise spürbar.

Neben der vollständig allein spielbaren Kampagne gibt es auch einen Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Nicht per Splitscreen, sondern im WLAN oder online - für Letzteres ist ein Abo bei Nintendo Switch Online (rund 4 Euro/Monat) nötig.

  • Die größeren Monster sehen sehr gut aus. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Im Dorf plaudern wir immer wieder mit Bewohnern. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Umgebungen sind nicht besonders detailreich. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Charaktergenerierung erstellen wir  Heldin oder Held. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Mit Brief und Siegel nehmen wir eine Mission an. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Köchin bekommen wir (mutmaßlich) leckeren Dango. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
Die größeren Monster sehen sehr gut aus. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)

Monster Hunter Rise erscheint am 26. März 2021 für Nintendo Switch und kostet rund 60 Euro; erst Anfang 2022 will Capcom eine Version für Windows-PC veröffentlichen. Das Spiel bietet englische und japanische Sprachausgabe, dazu kommt eine dritte Tonspur mit einer erfundenen Monster-Hunter-Sprache. Untertitel und Bildschirmtexte liegen auch auf Deutsch vor. Die USK hat dem Titel eine Altersfreigabe ab 12 Jahre erteilt.

Fazit

Wer Monster Hunter durch World und Iceborne lieben gelernt hat, darf sich bei Rise auf einen mittleren Kulturschock einstellen. Anstelle der zumindest halbwegs glaubwürdigen Welt geht's nun wieder in ein typisches Konsolen-Japan mit kichernden Dorfschönheiten.

Immerhin, langjährige Serienfans fühlen sich dadurch in Rise wie zu Hause. Auch weil die Spielmechanik ausgereift wie früher wirkt: Alle Elemente greifen wunderbar ineinander, so dass die Jagd nach Monstern und das Sammeln von Erfahrung, Extras und schlicht die immer neuen Abenteuer schon bald einen enormen Suchtfaktor entfalten können.

Wohlgemerkt: können! Wer im letzten Jahrzehnt zum Gamer geworden ist, dürfte einen Großteil der Aufmachung arg altmodisch finden, selbst wenn unter der angestaubten Oberfläche durchaus Qualitäten durchschimmern. Neben der stellenweise tristen und ruckeligen Grafik hat uns auch die nicht sehr spaßige Steuerung gestört, die uns immer wieder in kurze Wartepausen zwingt. Ein echter Jäger würde das nicht akzeptieren!

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