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Monster Hunter neu gegen alt: Warum hässlich manchmal schöner ist

Alles, was es schon mal in Monster Hunter gab und noch viel mehr: Generations Ultimate für Nintendo Switch spart an gar nichts - außer der Grafik. Und kann damit sogar gegen das imposante Monster Hunter World punkten.

Ein Test von Christoph Böschow veröffentlicht am
Das Monster Rathian links in Generations Ultimate, rechts in World
Das Monster Rathian links in Generations Ultimate, rechts in World (Bild: Montage:Golem.de/ Christoph Böschow)

Im Schatten des großen Erfolges von Monster Hunter World und dem Release der PC-Version ist auch Monster Hunter Generations Ultimate für die Switch erschienen. Doch hat das grafisch schwächere Spiel neben dem imposanten Monster Hunter World überhaupt eine Chance? Wir haben uns beide Versionen angeschaut und verglichen und waren überrascht - denn während World Monster Hunter grafisch auf eine neue Ebene hebt, schafft Generations Ultimate dasselbe mit der Spielintensität.

Inhalt:
  1. Monster Hunter neu gegen alt: Warum hässlich manchmal schöner ist
  2. Kantig, komplex und umfangreich
  3. Fazit

Das grundlegende Spielprinzip ist bei beiden Titeln gleich. Die Prämisse von Monster Hunter steckt schon im Namen. Jage Monster! Spoilerwarnung, das war's auch schon mit der Handlung - jedenfalls fast. In jedem Sprössling der Serie kommen wir als der neue Jäger in ein Dorf in eins von zwei Szenarien: Entweder wird es von Monster-Angriffen geplagt oder es braucht einen anständigen Jäger, weil das in dem Gebiet einfach dazugehört. Je nach Spiel wird dann nach einigen Einführungsquests ein Monster als der Bösewicht identifiziert. Haben wir den Unhold erlegt, stellt sich heraus: Es gibt immer einen größeren Fisch. So oder ähnlich wiederholen sich diese Szenarien.

Die Motivation in Monster Hunter besteht offensichtlich nicht darin, eine spannende Geschichte zu erleben. Es geht darum, das Kampfsystem zu meistern, Monster zu besiegen und mit der erkämpften Beute neue Ausrüstungen zu bauen: Das Prinzip Jagen-looten-craften kennt jeder, der schon einmal ein Rollen- oder Actionspiel gespielt hat. Allerdings entscheidet hier nicht die Stufe eines Charakters darüber, ob er mit den teils gigantischen Ungetümen zurechtkommt, sondern es kommt auf die Fähigkeiten des Spielers an.

Wie gut kennen wir unsere Waffe, die Umgebung und natürlich auch unsere Beute? Sowohl in World als auch in Generations Ultimate gibt es 14 Waffenarten mit jeweils sehr unterschiedlichen Bewegungsmustern und Spezialfähigkeiten, die es zu lernen gilt. Es ist gleichermaßen wichtig, sowohl die eigene Waffe als auch den Gegner gut zu kennen. Wenn das Monster sein linkes Bein nach hinten zieht, stürmt es gleich auf uns zu. Reißt es die Flügel hoch, spuckt es sofort einen Feuerball in unsere Richtung. In Monster Hunter muss man das Verhalten der Monster genau analysieren und daraus lernen.

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Wer auf der Jagd unachtsam ist, wird schnell merken, dass die Monster teilweise sehr viel Schaden anrichten und keine Fehler verzeihen. Wenn wir nicht aufpassen, werden wir ganz schnell vom Jäger zum Gejagten.

Schön, geschmeidig und einsteigerfreundlich

Sowohl World als auch Generations Ultimate nehmen grundlegende Änderungen am Spielkonzept vor, schlagen dabei aber ganz verschiedene Richtungen ein. World nimmt sich der Komplexität und der Optik an, die potenziellen Spielern bisher den Einstieg in das Franchise erschwert haben. Auf den ersten Blick fällt auf, dass World nicht mehr so schwach aussieht, wie man es von Monster Hunter kennt: Es gibt hochauflösende Texturen und statt zwischen Gebieten wechseln zu müssen, sehen Spieler eine offene Karte, die sie ohne Ladezeiten durchqueren können.

An einigen Stellen ist das Spiel außerdem weniger komplex als vorher, weil Abläufe vereinfacht wurden - teils zum Unmut der Fans der ersten Teile . So ist es nicht mehr nötig, ein Monster mit Farbbällen zu markieren, um ihm auf der Spur zu bleiben. In World erledigen diesen Job die Spähfliegen. Sie heften sich an ein Monster und markieren es automatisch auf der Karte, sobald wir in bisherigen Missionen genug Informationen über die jeweilige Kreatur gesammelt haben. Das verhindert das planlose Herumgesuche am Anfang einer Jagd. Allerdings verlieren wir dabei auch das Gefühl für die Routen der Monster und das damit verbundene Verhalten. Wo frisst es, wenn es hungrig ist, oder wo legt es sich schlafen, wenn es erschöpft ist?

  • In Monster Hunter World markieren Spähfliegen die Spuren der Monster. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • In Generations Ultimate benutzt man die altmodischen Farbbälle. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Ein typisches Lager in Monster Hunter World (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Ein typischer Lager in Monster Hunter Generations Ultimate (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Waffe vom Typ Morphaxt in Monster Hunter World (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Morphaxt in Generations Ultimate (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Rathian spuckt Feuer in World. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Rathian spuckt Feuer in Generations Ultimate. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Spezialangriff der Morphaxt in World (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Einer von vielen Spezielangriffen in Generations Ultimate (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
  • Eine Szene bei Mondschein in Monster Hunter Generations Ultimate (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)
In Monster Hunter World markieren Spähfliegen die Spuren der Monster. (Bild: Capcom/Screenshot: Golem.de)

Die Spähfliegen sind zwar unter Spielern umstritten, in World sind sie allerdings unverzichtbar. Denn die Karten sind jetzt nicht nur offen, sondern auch verwinkelter und höher als bisher. Darüber hinaus gibt es weitaus mehr Möglichkeiten, mit der Umgebung zu interagieren. Es gibt Pflanzen, die uns beim Berühren heilen, andere vergiften einen bestimmten Bereich und in Höhlen können wir mit unserer Schleuder Stalaktiten von der Decke schießen und auf die Monster stürzen lassen.

Monster Hunter World hat sich auch einige der teilweise sehr sperrigen Systeme der Reihe vorgenommen und komfortabler gestaltet. Sammelgegenstände wie Spitzhacken sind immer dabei und können nicht mehr kaputtgehen. Wetzsteine, die wir zum Schärfen unserer Waffe benötigen, sind in unbegrenzter Zahl vorhanden und wenn wir einen Heiltrank schlürfen, können wir uns trotzdem noch bewegen, anstatt wie angewurzelt stehen zu bleiben und zu warten, bis die Animation vorbei ist oder wir von einem Monster getroffen werden.

Wo World auf weniger setzt, macht Generations Ultimate das Gegenteil: mehr, und zwar von allem!

Kantig, komplex und umfangreich 
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mnementh 15. Sep 2018

Beides hat seine Berechtigung, beides sind relevante Spielergruppen. Ich hoffe Capcom...

mnementh 15. Sep 2018

Die MonsterHunter-Demos fand ich schon immer unsäglich. Man macht eine Quest mit...

mnementh 15. Sep 2018

Das wäre schade. Ich habe nichts dagegen,dass mit World mehr Casuals in die Serie...

cbo (Golem.de) 13. Sep 2018

Vollkommen korrekt. Ist korrigiert :)

DZElement 13. Sep 2018

World ist schon eine gute Mischung aus Zugänglichkeit und Schwierigkeit. Das passt


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