Monster aus Japan: Godzilla Minus One lässt die US-Konkurrenz alt aussehen
Die japanische Produktion zeigt den amerikanischen Monsterfilmen um Godzilla, wie man es richtig macht. Godzilla Minus One startet am 1. Dezember im Kino.
Im kommenden Jahr feiert das japanische Studio Toho den 70. Geburtstag des ersten aller Kaiju-Monster, des Urgiganten Godzilla, der 1954 – damals noch in Schwarz-Weiß – seinen weltweiten Siegeszug antrat. Vielen Fans sind die Filme mit den Männern im Monsteranzug noch immer lieber als die CGI-Orgien aus den USA. Gerade Shin Godzilla, mit dem 2016 ein Neustart gewagt wurde, hat aber auch gezeigt, dass man beides kombinieren kann.
- Monster aus Japan: Godzilla Minus One lässt die US-Konkurrenz alt aussehen
- Godzilla Minus One ist ein Triumph
Godzilla Minus One (Trailer) wurde im November 2022 angekündigt. Da war der Film schon abgedreht, die Dreharbeiten begannen im März 2022. Der Film wurde von Takashi Yamazaki geschrieben und inszeniert. Er hatte dabei recht freie Hand und beginnt eine neue Godzilla-Zeitrechnung.
Denn ein Period Piece gab es in der langen Reihe des Toho-Monsters noch nie. Dieser Film spielt jedoch kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und damit vor dem allerersten Film. Allerdings versteht er sich nicht unbedingt als Prequel, sondern als Neustart, der bei möglichen Fortsetzungen Zeitsprünge erlauben würde, bis man irgendwann in der Gegenwart ankommt und eine alternative Godzilla-Reihe hat.
Packende Story
Worunter die US-Filme des Monsterverse, die 2014 starteten und dessen neuester Ableger nächstes Jahr kommt, vor allem leiden, ist die spärliche Story. Anders Godzilla Minus One: Er zeigt, wie ein Monsterfilm sein muss.
Seine Geschichte beginnt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Koichi soll als Kamikazeflieger sein Leben opfern, täuscht aber einen Flugzeugschaden vor und landet auf der Insel Odo. Dort taucht wenig später Godzilla auf, ein Monster, vor dem die Einheimischen schon gewarnt haben. Godzilla tötet fast alle Soldaten des Stützpunkts, nur Koichi und ein weiterer Mann überleben.
Der einzige Job, den der Protagonist nach seiner Heimkehr findet, ist der eines Minenräumers. Von einem Holzschiff aus bringt die Crew Seeminen zur Explosion. Doch plötzlich sind Koichi und seine Kameraden noch ganz anders gefordert. Denn Godzilla nimmt Kurs auf Tokio.
Mehr als nur Monster
Godzilla Minus One punktet dort, wo die Monsterverse-Filme regelmäßig versagen. So wartet der Film mit interessanten Figuren auf, die glaubwürdig sind und mit echten Problemen zu kämpfen haben. Sie werden von den Traumata des Krieges heimgesucht, haben Ängste, Hoffnungen, Träume. Godzilla Minus One funktioniert tatsächlich als Drama.
Der Film brilliert darin zu zeigen, dass die Schrecken des Krieges auch im Frieden nachwirken. Exemplarisch geschieht das anhand der Figur Koichi, der sich als Feigling sieht und den die Geister der Vergangenheit plagen. Dazu kommen Momente, in denen sich Autor und Regisseur Takashi Yamazaki erlaubt, Kritik an der japanischen Regierung zu äußern.
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| Godzilla Minus One ist ein Triumph |
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Naja, Serie im Universum des Godzilla... klar will ich da Monster, und nix über ne super...
Das was die lieben Kritiker auch immer bei Hard SciFi kritisieren. Ein Film oder Buch...
den USB Bus vergessen, ansonsten, YMMD
Ich war auch total überrascht (ich hatte die anderen ganz alten Godzilla Filme erst...
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