Monopoly Market: Österreich liefert mutmaßlichen Betreiber an die USA aus
Österreichische Sicherheitsbehörden haben am heutigen Montag den mutmaßlichen Betreiber des Darknet-Marktplatzes "Monopoly Market" an die USA ausgeliefert. Dort wird dem 33-jährigen Serben vorgeworfen, die Drogenhandelsplattform, auf der Kriminelle mitunter illegale Betäubungsmittel wie Opioide, Stimulanzien, Psychedelika und verschreibungspflichtige Medikamente in den Verkehr brachten, eingerichtet und betrieben zu haben. Darüber hinaus wird er der Verschwörung zum Besitz und Vertrieb von Drogen sowie zur Geldwäsche beschuldigt.
Laut dem US-amerikanischen Justizministerium(öffnet im neuen Fenster) geht aus der auf den 18. Mai datierten Anklageschrift hervor, dass die jeweiligen Verkäufer Anträge ausfüllen mussten, " um ihre Produkte auf Monopoly verkaufen zu können. Dazu gehörten Beschreibungen der Drogen, die sie verkaufen wollten, ein fotografischer Nachweis ihres Bestandes und die Zustimmung zur Zahlung einer Provision für die über Monopoly getätigten Verkäufe. " Da der Plattformbetreiber die jeweiligen Anträge stets geprüft und bewilligt habe, habe er zu jeder Zeit gewusst, dass auf seiner Plattform illegale Substanzen gehandelt wurden.
Betreiber des Monopoly Market durch Zahlungsströme aufgespürt
Einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sowie der Polizeidirektion Oldenburg zufolge begannen die Ermittlungen gegen den Monopoly Market bereits Ende November 2021. Zusammen mit der finnischen Polizei gelang es den zuständigen Ermittlungsbeamten schon im darauffolgenden Monat, den Darknet-Marktplatz vom Netz zu nehmen. Neben dem US-Geheimdienst FBI waren ebenso die deutsche Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (ZIT) sowie die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg an der Aufklärung des Falls beteiligt.
Nachdem der mutmaßliche Betreiber zunächst auf der Flucht war, gelang es dem FBI, seine durch Einsatz verschiedener Kryptowährungen verschleierten Zahlungsströme nachzuvollziehen und infolgedessen seine Identität festzustellen. Seine Spuren führten nach Wien, wo österreichische Behörden den 33-Jährigen Anfang November 2022 festnehmen und Bargeld sowie mehrere elektronische Geräte sicherstellen konnten. Derweil übernahm die ZKI Oldenburg zusammen mit der ZIT die Darknet-Adressen des Monopoly Market und richtete dort ein Banner ein, das Besucher auf die Abschaltung des Marktplatzes hinweist.
Zum Zeitpunkt der Stilllegung waren auf der Handelsplattform 403 Verkäuferkonten registriert, die zusammen für 130.000 illegale Transaktionen verantwortlich waren. Der Gesamtumsatz belief sich bis dahin auf etwa 17,3 Millionen Euro, die sich damals aus rund 640 Bitcoin und 20.000 Monero zusammensetzten. Im Rahmen der Operation "Spector" sorgte Europol später gemeinsam mit den Polizeibehörden aus neun verschiedenen Ländern für die Festnahme von 288 Darknet-Händlern(öffnet im neuen Fenster) . Dabei konnten die Ermittler auch einige Käuferlisten sicherstellen, so dass den darauf vermerkten Kunden ebenso eine strafrechtliche Verfolgung droht.
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