Monopolkommission: Bundesregierung soll Telekom-Anteile endlich verkaufen

Die Monopolkommission rät der Bundesregierung auch, die Förderung von Glasfaser auf Gutscheine für die Haushalte umzustellen.

Artikel veröffentlicht am ,
Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom
Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Staatsanteile an der Deutschen Telekom sollten veräußert werden. Das gab die Monopolkommission am 7. September 2021 bekannt. Die Anteile des Bundes an der Telekom in Höhe von knapp 32 Prozent führten "zu einem Interessenskonflikt, da der Bund zum einen die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen im Telekommunikationsgesetz vorgibt und auch mit einer Regulierungsbehörde Einfluss auf das Marktgeschehen nimmt". Als Anteilseigner habe das Bundesfinanzministerium "ein originäres Interesse an auskömmlichen Dividenden sowie an der zukünftigen Ertragskraft der Telekom. Durch den Verkauf der Bundesbeteiligung würde die problematische Doppelrolle des Staates als Regulierer und Anteilseigner beendet".

Stellenmarkt
  1. Inbetriebnahme Koordinator (m/w/d) für Software
    Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Fachgebietsleitung (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Berlin, Zwickau, Dresden
Detailsuche

Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung für Wettbewerbspolitik, Wettbewerbsrecht und Regulierung. Die Berater hatten immer wieder gefordert, die Staatsanteile abzugeben, zuletzt im Jahr 2019, bei der Auktion der 5G-Frequenzen. Der Bund hält direkt oder über die Staatsbank KfW noch immer mehr als 30 Prozent der Aktien bei der Telekom und gut 20 Prozent bei der Post und ist damit in beiden Unternehmen der mit Abstand größte Einzelaktionär.

Zwischen den in der Digitalisierungsstrategie festgehaltenen Zielen und der Ausbaurealität bestehen laut Monopolkommission zudem "erhebliche Diskrepanzen, die politischen Handlungsbedarf hervorrufen". Zusätzlich zum novellierten Telekommunikationsgesetz (TKG), "sind allerdings weitere Reformen notwendig", stellte das Gutachtergremium fest.

realme GT Master Edition Smartphone ohne Vertrag

Förderung ist wichtig, aber anders

Förderung mit öffentlichen Mitteln sei in Gebieten notwendig, in denen sich auf absehbare Zeit ein privatwirtschaftlicher Breitbandausbau nicht lohne. Die Förderung müsse aber so erfolgen, dass es nicht zu einer Verdrängung oder Entwertung von Investitionen der Unternehmen komme. Sinnvoll seien zeitlich befristete Gigabit-Voucher für Interessenten, um die Nachfrage für Glasfaser zu erzeugen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


HeroFeat 09. Sep 2021 / Themenstart

Zum Beispiel Init7 aus der Schweiz zeigt ja was so scheinbar möglich ist. Alle deren...

Sharra 08. Sep 2021 / Themenstart

Wenn es heisst, "Tanzt gefälligst nach unserer Peife, ihr faulen Griechen, egal wie...

Faksimile 08. Sep 2021 / Themenstart

Also die gesamte Technik in die Technik GmbH packen und dann als Bundeseigenes...

Fotobar 08. Sep 2021 / Themenstart

Meiner Meinung nach gehört der Großteil der Infrastruktur in staatliche Hand und nicht an...

HelLFire 08. Sep 2021 / Themenstart

der Telekom die Abzocke von Mietgebühren für die Kupperleitungen zu ermöglichen die wir...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Akut: Vorsorge gegen Überflutungen mit neuem digitalen Werkzeug
    Akut
    Vorsorge gegen Überflutungen mit neuem digitalen Werkzeug

    An der Hochschule Mainz entsteht ein digitales Planungswerkzeug, das Kommunen dabei helfen soll, Überflutungen besser vorzubeugen.

  2. WLAN und 6 GHz: Was bringt Wi-Fi 6E?
    WLAN und 6 GHz
    Was bringt Wi-Fi 6E?

    Der Standard Wi-Fi 6E erweitert WLAN das erste Mal seit Jahren um ein neues Frequenzband. Das hat viele Vorteile und ein paar Nachteile.
    Von Oliver Nickel

  3. LG-Fernseher mit bis zu 1.000 Euro Cashback bei Saturn
     
    LG-Fernseher mit bis zu 1.000 Euro Cashback bei Saturn

    Saturn bietet zurzeit Fernseher von LG mit Cashback an. Wer von den hohen Rabatten profitieren will, hat noch bis Ende des Monats Zeit.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • PCGH-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /