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Monitoring: Maintainer-Team veröffentlicht Htop-Fork

Der Autor meldet sich nicht mehr, ein Team aus Community-Maintainern hat nun aber einen Fork von Htop und die Version 3.0 veröffentlicht.
/ Sebastian Grüner und Kristian Kißling (Linux Magazin)
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Htop bekommt ein neues Team aus der Community. (Bild: Kaspars Dambis, flickr.com)
Htop bekommt ein neues Team aus der Community. Bild: Kaspars Dambis, flickr.com / CC-BY 3.0

Die aktuelle Version 3.0 des interaktiven Kommandozeilenwerkzeugs Htop zur Systemüberwachung ist erschienen. Diese stammt jedoch nicht vom Projektinitiator und bisher alleinigen Betreuer von Htop, Hisham Muhammad, sondern von einem neuen Betreuer-Team aus der Community, das kurzerhand einen eigenen Fork der Softwareprojektes erstellt(öffnet im neuen Fenster) hat und dieses künftig gemeinsam weiter pflegen will.

Die Pflege des für die Entwicklung und Administration beliebte Kommandozeilenwerkzeugs Tool Htop kann dank der neuen Maintainer nun weitergehen. Denn zumindest aus Sicht der Community ist der bisherige Betreuer offenbar schlicht abgetaucht. Auf der Fosdem-Konferenz 2018 hatte der Htop-Erfinder und -Entwickler zwar noch die Neuerungen an dem Tool vorgestellt, doch seit dem bisher letzten Beitrag zum offiziellen Htop-Repository(öffnet im neuen Fenster) sind bereits mehr als eineinhalb Jahre vergangen. Der Autor selbst hat sich nach der Ankündigung des Forks inzwischen gemeldet(öffnet im neuen Fenster) und zeigt sich erfreut sowie erleichtert über die Entwicklung.

Das neue Team hat nun laut der Release-Mitteilung Fehlerbehebungen von über zwei Jahren und neue Funktionen in seine Version einfließen lassen. Unter anderem behebt sie einen Fehler beim Anzeigen von CPU-Nummern und bringt Spalten für mehr als zwei CPUs mit. Die Maus lässt sich auf Wunsch abschalten. Der Puffer für den Pfad zu den Batterie-Informationen auf Linux-Systemen (Sysfs) wurde vergrößert. Zugleich zeigt Htop nun auch Pressure Install Informations an, die der Linux-Kernel liefert. Bei den Optionen gibt es eine neue, um einen sogenannten Vim-Modus einzuschalten. Neu sind auch Statistiken zu ZFS ARC.

Dass bekannte und auch weit verbreite Open-Source-Software oft nur von einer einzelnen Person gepflegt wird, ist ein häufig auftretendes Problem, das in der Vergangenheit immer wieder zu teils kritischen Situationen geführt hat. Ein Fork, wie nun bei Htop, kann das Projekt dabei oft beleben und dauerhaft erhalten. Der Code des Htop-Forks findet sich auf Github(öffnet im neuen Fenster).


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