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Der Weg zurück ist schwierig

Nicht umsonst werden immer mehr aktuelle Smartphones mit höherer Bildrate produziert. Diese vermittelt ein wesentlich flüssigeres und damit angenehmeres Nutzungsgefühl. Auf Touchscreens und mobilen Betriebssystemen ergibt das besonders Sinn, da viel Wert auf das vertikale und horizontale Scrollen von Bedienelementen und Nutzungsoberflächen gelegt wird.

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Aber auch auf dem Desktop-Computer spielt das eine immer größere Rolle. Viele Businessanwendungen werden in Webseiten eingebettet oder mit Fokus auf touchfreundliche Bedienung entwickelt. Beim Arbeiten wird das vor allem deutlich, wenn wir Webseiten scrollen oder Fenster verschieben. Der Unterschied zwischen den weit verbreiteten 60 Hz und 144 Hz ist enorm. Bei Golem.de gibt es einige Redakteure, die 144-Hz-Displays zum Arbeiten verwenden. Oft gibt es davon kein Zurück, wenn sich 60 Hz einfach nicht mehr flüssig genug anfühlen.

Das Gute ist, dass auch immer mehr Büromonitore mit höheren Bildfrequenzen experimentieren. Statt 60 Hz gibt es viele Modelle mit 75 Hz oder mehr. Hersteller erkennen den Wert von flüssigeren Animationen, an die sich die Kundschaft so langsam zu gewöhnen scheint. Aber auch 144-Hz-Displays müssen nicht mehr unbedingt teuer sein. Für das Büro geeignete Panels gibt es bereits ab 150 bis 200 Euro.

  • An diesem Rad kann das ROG-Logo eingestellt werden, das an die Decke strahlt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Design macht klar: der PG27UQ soll die Gamercommunity ansprechen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • An der rechten Rückseite sind Bedientasten für den Monitor. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Asus-Monitor hat auch eine Pivot-Funktion. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In 4K (o.) sind Spieltexturen wesentlich schärfer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei geschriebenem Text auf weißem Hintergrund wird der Unterschied zu 1080p (r.) sehr deutlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der PG27UQ sollte per Displayport angeschlossen werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Monitor unterstützt 144 Hz bei einer 4K-Auflösung. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf hochauflösenden Displays passen problemlos drei Fenster nebeneinander. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei gleicher Textskalierung wird wesentlich mehr auf dem 4K-Panel angezeigt (r.). (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Auf hochauflösenden Displays passen problemlos drei Fenster nebeneinander. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Seltener - und wesentlich teurer - sind da schon Monitore, die eine Kombination aus höherer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln und schnellem Panel bieten. Das mag auch daran liegen, dass weit verbreitete HDMI-2.0-Kabel bei 4K-Auflösung und mehr als 60 Hz bereits an ihre Grenzen stoßen. Wir sollten daher darauf achten, dass das Hostsystem, an das wir unser Panel anschließen, auch Displayport 1.4 oder höher unterstützt. HDMI-2.1-Grafikkarten gibt es hingegen noch nicht. Die sollen erst mit der nächsten GPU-Generation von AMD und Nvidia kommen.

Auch Displayport kann 4K bei 144 Hz nicht völlig verlustfrei darstellen. Panels wie der PG43UQ nutzen Display Screen Compression mit einem geringeren Farbspektrum, um so hohe Auflösungen und Bildraten übertragen zu können. Der von uns ausprobierte PG27UQ nutzt ein Chroma Subsampling von 4:2:2 und 8 Bit statt 10 Bit Farbtiefe dafür. Noch geraten also selbst die Displaystandards an ihre Grenzen, was sich in den kommenden Jahren ändern könnte.

Neben Asus bauen etwa auch Acer und LG 27-Zoll-Panels mit 144 Hz - zumindest solche, die auf den Schreibtisch passen. Denn es gibt auch Monitore mit Diagonalen von 43 Zoll und mehr, die allerdings eher ein TV-Ersatz als wirkliche Bildschirme sind. Zwei Beispiele: Der PF43UQ von Asus und der Alienware AW5520QF - beide von der Redaktion getestet.

Es existieren auch Geräte mit 4K-Panels und 120 Hz Bildfrequenz, die annähernd an 144 Hz heranreicht und für Personen abseits von Profispielern wohl identisch aussehen dürfte. Die Auswahl ist allerdings nicht wesentlich größer und auch hier sind LG, Asus und Acer die größten Vertreter.

  • An diesem Rad kann das ROG-Logo eingestellt werden, das an die Decke strahlt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Design macht klar: der PG27UQ soll die Gamercommunity ansprechen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • An der rechten Rückseite sind Bedientasten für den Monitor. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Asus-Monitor hat auch eine Pivot-Funktion. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In 4K (o.) sind Spieltexturen wesentlich schärfer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei geschriebenem Text auf weißem Hintergrund wird der Unterschied zu 1080p (r.) sehr deutlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der PG27UQ sollte per Displayport angeschlossen werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Monitor unterstützt 144 Hz bei einer 4K-Auflösung. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf hochauflösenden Displays passen problemlos drei Fenster nebeneinander. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei gleicher Textskalierung wird wesentlich mehr auf dem 4K-Panel angezeigt (r.). (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
An der rechten Rückseite sind Bedientasten für den Monitor. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Der von uns ausprobierte ROG Swift PG27UQ hat an den Seiten etwas dickere Displayränder, woran wir uns erst einmal gewöhnen mussten. Allerdings überzeugen der solide Standfuß mit Pivot-Funktion und die Bildqualität. Daran ist die hohe 4K-Auflösung wesentlich beteiligt. Das schnelle Panel sorgt zudem dafür, dass sich die Arbeit am Computer spürbar flüssiger anfühlt. Daran können wir uns schnell gewöhnen. Alternativ können wir den Bildschirm auch mit HDR und 60 Hz nutzen. Allerdings wird nur HDR400 unterstützt, was die besseren Kontrastwerte nicht sehr überzeugend darstellt.

In Kombination mit 4K eine Rarität

Durch die hohe Auflösung des Panels sehen Schriften selbst auf solch kleinen Bildschirmen spürbar schärfer aus. Nach einiger Zeit empfinden wir das als besonders angenehm für die Augen. Eventuell muss aber in Windows 10 eine höhere Skalierung eingestellt werden, da manche Elemente doch recht winzig wirken.

Durch die hohe Auflösung passen auf den Desktop komfortabel drei Fenster nebeneinander, was gerade bei Multitasking-Arbeiten von Vorteil ist. Auch können wir so nativ 4K-Videos ohne Komprimierung anschauen.

Die Bildbearbeitung in Photoshop oder anderen pixelbasierten Editoren ist durch 4K wesentlich produktiver. Wir sehen mehr vom eigentlichen Bild - allerdings auf Kosten der kleinteiligeren Menüs. Auch ist das Editieren von 4K-Videoinhalten mit verlustfreier Vorschau besser möglich.

  • An diesem Rad kann das ROG-Logo eingestellt werden, das an die Decke strahlt. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Design macht klar: der PG27UQ soll die Gamercommunity ansprechen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • An der rechten Rückseite sind Bedientasten für den Monitor. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Asus-Monitor hat auch eine Pivot-Funktion. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In 4K (o.) sind Spieltexturen wesentlich schärfer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei geschriebenem Text auf weißem Hintergrund wird der Unterschied zu 1080p (r.) sehr deutlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der PG27UQ sollte per Displayport angeschlossen werden. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Monitor unterstützt 144 Hz bei einer 4K-Auflösung. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Auf hochauflösenden Displays passen problemlos drei Fenster nebeneinander. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Bei gleicher Textskalierung wird wesentlich mehr auf dem 4K-Panel angezeigt (r.). (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
In 4K (o.) sind Spieltexturen wesentlich schärfer. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

In Spielen kann 4K-Auflösung Texturen und Kantenglättung noch einmal spürbar besser aussehen lassen. Auch hier gilt allerdings: Die Grafikkarte muss dafür ausreichend schnell sein. In anspruchsvolleren Titeln sind höhere und stabilere Frameraten nicht einmal mit einem High-End-Modell zuverlässig möglich. Daher würden wir eine hohe Bildfrequenz einer hohen Auflösung vorziehen, wenn es darum geht, sich einen Gaming-Monitor zu kaufen. Für das Büro gilt weiterhin: eine hohe Auflösung bringt für das Geld mehr Produktivität als eine hohe Bildfrequenz, auch wenn diese eine sehr gern gesehene Ergänzung ist.

Wie Monitore mit hoher Bildfrequenz sind auch 4K-Displays mittlerweile nicht mehr unbedingt teuer. Ab etwa 250 Euro starten Displays mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln - dann allerdings mit 60-Hz-Panel.

1080p und 60 Hz werden vom Schreibtisch verschwinden

Es dürfte noch eine Weile dauern, bis auch die Kombination aus hoher Auflösung und Bildfrequenz am Massenmarkt angekommen ist. Geräte wie der Asus ROG Swift PG27UQ beweisen, dass das auch eine Zukunft hat, obwohl der Markt bisher eine klare Nische ist. Das liegt auch an den vergleichsweise hohen Preisen für solche Monitore. Der Rog Swift PG27UQ und der besser erhältliche und ähnliche XG27UQ kosten mehr als 800 Euro. Die Konkurrenz ist da nicht viel günstiger.

Mit dem Aufkommen von HDMI 2.1 bei neuen Fernsehern und Monitoren auf der einen und der nächsten Grafikkartengeneration auf der anderen Seite dürfte die momentan fast noch allgegenwärtige Kombination aus 1080p und 60 Hz aber bald abgelöst werden. Bei Smartphones hat dieser Trend bereits begonnen und kommt bei der Allgemeinheit auch schon gut an. Im Bereich der kleineren Notebooks wird das noch etwas länger dauern, da höhere Auflösungen meist auch eine geringere Akkulaufzeit zur Folge haben.

Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis die neue Generation von Monitoren auch den Weg ins Wohnzimmer und auf den Arbeitstisch gefunden hat - dort, wo hohe Auflösungen und schnelle Bildraten wirklich Sinn ergeben.

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 Monitore: 4K und 144 Hertz sind kein schlechter Scherz
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cruse 23. Jul 2020

23,6" bei 1440p und 100% schrift wäre viel zu klein. wäre das selbe wie 4k auf 27 zoll...

Pitstain 15. Jul 2020

Hilfe, welche Kompetenz! ;) Es ist schon klar das es hier um PC Monitore geht? Stelle...

wurstdings 15. Jul 2020

Richtig, Punkt 1 ist die schnellste Variante und auch die geringste Resourcenanforderung...

wurstdings 15. Jul 2020

Ah danke, auch wenn ich nicht mit allen Details übereinstimme ist so zumindest viel...

Ach 14. Jul 2020

Tja, 24 oder 30Hz existieren in den Vokabular von Herstellern und Kunden schon gar nicht...


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