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Fortschrittlichkeit durch Energienutzung

Durch den Einsatz eines elektromagnetischen Massentreibers und der Fertigung auf dem Mond sei es laut Musk möglich, "500 bis 1000 TW /Jahr [Terawatt pro Jahr] KI-Satelliten in den tiefen Weltraum zu bringen, die Kardashev-Skala sinnvoll zu erreichen und einen nicht trivialen Prozentsatz der Sonnenenergie zu nutzen" .

Die Kardaschew-Skala ist ein Modell, um den technologischen Entwicklungsstand einer Zivilisation allein am Energieverbrauch zu messen. Das Modell des russischen Astronomen Nikolai Kardaschew von 1964 besagt: Je mehr Energie eine Zivilisation nutzen kann, desto fortgeschrittener ist sie.

Die Idee eines Massentreibers ist jedoch nicht neu. Auf der Erde wird das Konzept etwa vom US-amerikanischen Unternehmen Spinlaunch verwendet. Dabei werden Kapseln mechanisch in einer Vakuumkammer beschleunigt, bevor sie mit ungefähr der sechsfachen Schallgeschwindigkeit in die Umlaufbahn geschleudert werden.

Keine neue Musk'sche Idee

Die Grundidee stammt jedoch von dem Weltraumvisionär Gerard O'Neill vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), der bereits 1974 den Einsatz von Massentreibern vorschlug. 

Er empfahl, Mond-Erz für den Bau von Weltraumkolonien und Solarkraftsatelliten ins All zu schleudern. Ein elektromagnetischer Massentreiber von nur 160 m Länge würde laut O'Neill aufgrund der geringen Schwerkraft und fehlenden Atmosphäre bereits ausreichen, um Material effizient zu befördern.

Eine Skalierung von mehreren Kilometern Länge wäre laut dem Team um O'Neil so möglich, um jährlich 600.000 Tonnen Erz zu einem der Erde-Mond-Lagrange-Punkte zu befördern.

Zudem ist der Mond reich an Ressourcen wie Silizium, Titan, Aluminium und Eisen. Diese sind für die lokale Produktion der Satelliten entscheidend, aber auch für den Aufbau einer fluktuierenden Mondwirtschaft.


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