Abo
  • Services:

Mondwettbewerb: Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

34 Teams wollten die 20 Millionen US-Dollar gewinnen, die 2007 für die Landung auf dem Mond ausgeschrieben wurden. Trotz zwei Verlängerungen hat es kein Team geschafft.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch der Rover der Part Time Scientists konnte den X-Prize nicht gewinnen.
Auch der Rover der Part Time Scientists konnte den X-Prize nicht gewinnen. (Bild: PT Scientists)

Nach der Vergabe des Ansari-X-Prize für zwei Flüge eines bemannten privaten Raumschiffs in den Weltraum 2004 sollte der nächste X-Prize Größeres würdigen: Statt sich nur 100 km von der Erdoberfläche zu entfernen, sollten die Teilnehmer bis Ende 2015 auf dem Mond landen, 500 Meter auf der Oberfläche zurücklegen und HD-Videos übertragen. 20 Millionen US-Dollar sollte der Gewinner erhalten, gesponsort von Google - daher der Name Google-Lunar-X-Prize.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Nach zwei Verlängerungen, erst bis Ende 2017, dann bis Ende März 2018, steht fest: Kein Team wird es bis zur Deadline schaffen, und es wird keine weitere Verlängerung geben. Das teilten die Veranstalter am Dienstag nach Absprache mit den verbliebenen Teilnehmern auf ihrer Webseite mit. Der Preis wird damit verfallen, mit Ausnahme von bereits ausgezahlten Geldern in Höhe von 5,25 Millionen US-Dollar für das Erreichen von Meilensteinen.

Das Preisgeld ist weg, der Preis soll bleiben

Die X-Prize-Stiftung will dennoch an der Vergabe des Preises festhalten. Entweder wird der Lunar X-Prize ein reiner Ehrenpreis ohne Preisgeld oder es findet sich ein neuer Sponsor. Dabei kann das Preisgeld nie der wesentliche Ansporn für die Teams gewesen sein. Ein Flug zum Mond mit weicher Landung und einem Fahrzeug auf der Oberfläche ist auch heute noch viel zu teuer, um ihn mit nur 20 Millionen US-Dollar durchzuführen. Insgesamt wurden von den Teams bereits rund 300 Millionen US-Dollar investiert, ohne dass auch nur ein Startversuch stattgefunden hätte.

Zu den Teilnehmern gehörten auch zwei deutsche Teams aus Berlin. Darunter C-Base Open Moon, die sich 2010 vom Wettbewerb verabschiedeten, nachdem klar wurde, dass sie dazu ein Unternehmen gründen müssten. Das zweite Berliner Team waren die Part Time Scientists (jetzt PTScientists), die sich 2017 aus dem Wettbewerb zurückzogen, nachdem der Zeitplan nicht zu halten war. Die PTScientists warben erfolgreich Sponsorengelder von Audi und Vodafone ein und kündigten an, die Landemission auch ohne den Preis unternehmen zu wollen.

Vom Atlantikflug zum Tricorder

Der X-Prize wurde inspiriert vom Orteig-Preis, der 1919 von einem Hotelier für die erste Atlantiküberquerung in einem Flugzeug ausgeschrieben worden war. Er soll die technische Entwicklung in bestimmten Bereichen vorantreiben. In der Raumfahrt gehörte dazu bisher auch die Northrop-Grumman Lunar-Lander-Challenge. Für letztere sollte ein raketenbetriebenes Gefährt entwickelt werden, das kontrolliert senkrecht landen und starten sollte. Der Preis wurde 2009 von Masten Space Systems gewonnen.

Der Google Lunar X-Prize ist der zweite Preis, der von keinem Team gewonnen wurde. Im vergangenen April wurde bekanntgegeben, dass der mit sieben Millionen US-Dollar dotierte Grand Prize im Tricorder X-Prize nicht verliehen wird, weil das Ziel nicht erreicht wurde. Anders verlief der Wettbewerb zum Archon-Genomics-X-Prize für die Entwickung einer schnellen und kostengünstigen Methode zur Gensequenzierung. Die Sequenziertechnik schritt in dem Bereich so schnell voran, dass der Preis 2013 von der Entwicklung überholt und zurückgezogen wurde.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,99€
  2. (aktuell u. a. SanDisk Extreme Pro 1-TB-SSD 229,90€, Logitech Prodigy Tastatur 46,99€)
  3. 1.099,00€
  4. (-80%) 5,99€

FreiGeistler 26. Jan 2018

Ach, du nicht?

lestard 26. Jan 2018

Ja sicher. Nur weil ein Unternehmen neu ist oder sich selbst Startup nennt, heißt es ja...

teenriot* 24. Jan 2018

So ein Tropen ist unter Umständen ein Kristallisationspunkt, für die die es als erster...

MozartInAGoKart 24. Jan 2018

Ich glaube ein wesentlicher Knackpunkt, warum es keines der Teams geschafft hat wird wohl...


Folgen Sie uns
       


Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_

Diese Episode Golem retro_ beleuchtet Need for Speed 3 Hot Pursuit aus dem Jahre 1998. Der dritte Serienteil gilt bis heute bei den Fans als unerreicht gut.

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_ Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Nubia Red Magic Mars im Hands On Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
  2. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  3. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Ducati-Chef Die Zukunft des Motorrads ist elektrisch
  2. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  3. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden

    •  /