Mondmission: Nasa testet ab 2027 Hausbau auf dem Mond
Mit 3D-Druckern sollen die ersten Gebäude auf dem Mond entstehen. Der Nasa fehlen aber Mondgesteine zum Experimentieren auf der Erde.
Wenn die Wissenschaft mit den Artemis-Missionen zum Mond zurückkehrt, sollen auch Forschungsstationen auf dem Trabanten errichtet werden. Wie Gebäude Menschen auf dem Mond vor Weltraumstrahlung und Meteoriten schützen können, wird unter anderem bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa untersucht.
Das Team von Moon to Mars Planetary Autonomous Construction Technology (MMPACT, deutsch: Mond zu Mars – Planetare autonome Bautechnologie) bereite gerade die ersten Bauprojekte auf einem Planeten außerhalb der Erde vor, berichtet Wired.
Hausbau auf dem Mond
Langlebige und nachhaltige Strukturen sollen mit dem Einsatz von 3D-Drucktechnologie entstehen. Das auf dem Mond vorhandene Regolith wird dabei zu einer Paste verarbeitet, die in dünne Schichten oder verschiedene Formen 3D-gedruckt werden kann.
Das MMPACT-Team solle sein erstes Projekt außerhalb der Erde vermutlich ab 2027 beginnen, erklärte der leitende Forscher Corky Clinton Wired. Bei dieser Mission wird ein Roboterarm mit einem Bagger, der an der Seite einer Mondlandefähre angebracht wird, Regolith sortieren und stapeln. Bei späteren Missionen sollen halbautonome Bagger und andere Maschinen eingesetzt werden. Dann sollen Straßen entstehen, aber auch Kraftwerke, Wohnquartiere, Gewächshäuser und Schutzschilde gebaut werden, welche die Startrampen für Raketen umgeben.
Das vorhandene Regolith nutzen
Zunächst müsse das Regolith von Lasern oder Mikrowellen zum Schmelzen gebracht werden, sagte die MMPACT-Leiterin Jennifer Edmunson. Dann müsse das Material abkühlen, damit die Gase entweichen könnten – ansonsten werde das Material wie ein Schwamm mit Löchern übersät.
Anschließend kann das Material in die gewünschten Formen gedruckt werden. Wie die Gebäude final tatsächlich zusammengebaut werden, muss noch entschieden werden. Die Konstruktion solle so autonom wie möglich erfolgen, jedoch schließt Edmunson nicht aus, dass für die Wartung und Reparatur der Ausrüstung später Menschen eingesetzt würden. Im Jahr 2024 wird das MMPACT-Team auch versuchen, Regolith in einer Vakuumkammer mithilfe von Lasern oder Mikrowellen zu schmelzen.
Nicht genügend Proben von Mondgestein auf der Erde
Jedoch ist sich das Team noch nicht sicher, wie man das Mondregolith zu einem starken und haltbaren Baumaterial macht. Immerhin muss es das menschliche Leben schützen. Die derzeitigen Proben der Apollo-16-Mission sind für Experimente nicht ausreichend.
Deswegen stellte das Team unterschiedliche Mischungen zusammen, die so auch auf dem Mond vorhanden sein könnten. Die Mischungen bestehen aus Basalt, Kalzium, Eisen, Magnesium und einem Mineral namens Anorthit, das auf der Erde nicht natürlich vorkommt. "Es ist sehr schwierig, die geotechnischen Eigenschaften, die Form der verschiedenen winzigen Gesteinsbrocken nachzubilden, da sie durch Kollisionen mit Meteoriten und allem, was den Mond im Laufe von vier Milliarden Jahren getroffen hat, entstanden sind", erklärte Clinton.
Zu lernen, wie man auf dem Mond baut, könnte die erste bemannte Mission zum Mars ermöglichen. Herauszufinden, wie sich Gebäude unter extremen Bedingungen mit lokal verfügbarem Material bauen lassen, könnte sich aber auch auf der Erde auszahlen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed










Ja hab ich damals auch so gemacht. Zuerst die Umgebung nutzen, Höhle finden, sich...
Hausbau auf dem Mond wird höchstwahrscheinlich günstiger als auf der Erde :D Mein eher...
Und wie formstabil und belastbar sie sind. Gruß Tantalus