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Mondmission:
Indischer Lander außer Kontrolle geraten und abgestürzt

Es fing gut an, doch in der zweiten Bremsphase hat die indische Raumfahrtorganisation die Kontrolle über ihren Mondlander Vikram verloren – er war nicht mehr zu retten. Es folgten Stille und demonstrative Versuche, doch noch eine Verbindung mit dem Lander herzustellen.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Wenige Kilometer über dem Mond verlor der indische Vikram Lander die Kontrolle. (Bild: Screenshot/ISRO)
Wenige Kilometer über dem Mond verlor der indische Vikram Lander die Kontrolle. Bild: Screenshot/ISRO

Es war ein guter Versuch. Die indische Raumfahrtorganisation ISRO startete im Juli die indische Mondmission Chandrayaan-2, zu der auch der Vikram Lander gehörte. Am Freitag war die Landung geplant und sie begann pünktlich um 22:09 mitteleuropäischer Zeit, 22 Minuten vor dem Landezeitpunkt, 30 Kilometer über der Mondoberfläche. Die erste von vier Bremsphasen verlief nominell.

Der Abstieg erfolgte aus einem Orbit, dessen höchster Punkt mehr als 100 km über der Mondoberfläche liegt. Bis zur Landung muss die Geschwindigkeit der Umlaufbahn vollständig von den Raketentriebwerken der Sonde abgebaut werden. Ohne Atmosphäre ist die Landung besonders schwierig. Die Hitzeschutzschilde für den Eintritt in die Atmosphäre von Erde oder Mars müssen zwar große Belastungen aushalten, aber gleichzeitig wirken sie wie äußerst starke Bremsen, die ohne Raketentreibstoff funktionieren.

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