Mondmission: Indischer Lander außer Kontrolle geraten und abgestürzt

Es fing gut an, doch in der zweiten Bremsphase hat die indische Raumfahrtorganisation die Kontrolle über ihren Mondlander Vikram verloren - er war nicht mehr zu retten. Es folgten Stille und demonstrative Versuche, doch noch eine Verbindung mit dem Lander herzustellen.

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Wenige Kilometer über dem Mond verlor der indische Vikram Lander die Kontrolle.
Wenige Kilometer über dem Mond verlor der indische Vikram Lander die Kontrolle. (Bild: Screenshot/ISRO)

Es war ein guter Versuch. Die indische Raumfahrtorganisation ISRO startete im Juli die indische Mondmission Chandrayaan-2, zu der auch der Vikram Lander gehörte. Am Freitag war die Landung geplant und sie begann pünktlich um 22:09 mitteleuropäischer Zeit, 22 Minuten vor dem Landezeitpunkt, 30 Kilometer über der Mondoberfläche. Die erste von vier Bremsphasen verlief nominell.

Inhalt:
  1. Mondmission: Indischer Lander außer Kontrolle geraten und abgestürzt
  2. Kommunikationsversuche trotz Absturz

Der Abstieg erfolgte aus einem Orbit, dessen höchster Punkt mehr als 100 km über der Mondoberfläche liegt. Bis zur Landung muss die Geschwindigkeit der Umlaufbahn vollständig von den Raketentriebwerken der Sonde abgebaut werden. Ohne Atmosphäre ist die Landung besonders schwierig. Die Hitzeschutzschilde für den Eintritt in die Atmosphäre von Erde oder Mars müssen zwar große Belastungen aushalten, aber gleichzeitig wirken sie wie äußerst starke Bremsen, die ohne Raketentreibstoff funktionieren.

Die Landung sollte auf 70 Grad südlicher Breite auf dem Mond erfolgen, nicht etwa am Südpol, wie vielfach berichtet wurde. Es sollte eine 14-tägige Untersuchung der Oberfläche mit Hilfe des Landers und eines Rovers folgen. Dazu waren unter anderem ein Röntgenspektrometer und ein Laser an Bord, der Gesteinsproben beschießen und das Nachglühen des verdampften Plasmas untersuchen sollte.

Nur das erste Bremsmanöver war erfolgreich

Das sogenannte grobe Bremsmanöver endete erfolgreich in einer Höhe von rund 7 Kilometern über dem Mond. Nach dem anschließenden feinen Bremsmanöver sollte sich der Bordcomputer der Sonde, mit laufenden Triebwerken über dem Mond schwebend, orientieren und die endgütige Landung einleiten. Aber dazu kam es nicht mehr.

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In der feinen Bremsphase wurden nur noch zwei statt vier Haupttriebwerke benutzt. Außerdem wechselt das Navigationssystem. Anstatt den Standort der Sonde von der Erde aus zu kontrollieren und mit Trägheitssensoren an Bord abzugleichen, wird der Abstand vom Mond und der Standort über dem Mond direkt vom Lander gemessen, um Messfehler der vorangehenden Phase auszugleichen. Möglicherweise gab es beim Übergang zwischen den beiden Phasen einen Fehler in der Software oder ein Triebwerksversagen.

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Kommunikationsversuche trotz Absturz 
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Terence01 10. Sep 2019

Die USA würde Indien sowiso verbieten weiter ins All vorzudringen, die ganze Aktion ist...

kendon 09. Sep 2019

Alles klar, dann warten wir mal gespannt. Danke für die Infos!

Frank... 09. Sep 2019

Das Raumfahrtprogramm Indiens ist in Sachen Zuverlässigkeit auf ernsthaft hohem Niveau...

sebastilahn 09. Sep 2019

Das ist absoluter Unsinn. Die schmeißen ihre toten heiligen Kühe direkt in die Flüße, wo...



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