Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Mondmission: Indien sind mit Chandrayaan-3 zwei Mondlandungen gelungen

Mittlerweile ist die indische Mondmission beendet. Doch am Montag ist noch ein Hüpfexperiment erfolgt und Vikram hat erneut eine sanfte Mondlandung hinlegen können.
/ Patrick Klapetz
4 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Die Mondlandefähre Vikram auf dem Mond, aufgenommen vom eigenen Mondrover (Bild: Isro)
Die Mondlandefähre Vikram auf dem Mond, aufgenommen vom eigenen Mondrover Bild: Isro

Am 23. August 2023 gelang es der indischen Raumfahrtbehörde Isro zum erst Mal, erfolgreich auf der Mondoberfläche zu landen. Keine leichte Aufgabe , an der zuvor so einige Missionen scheiterten. Zuletzt beispielsweise die russische Mondmission Luna 25 , die kommerzielle japanische Mission Hakuto-R oder auch Indien selbst im Jahr 2019 bei ihrer zweiten Chandrayaan-Mission.

Um so verblüffender ist es, dass es Indien während der jetzigen Mondmission sogar zweimal schaffte, auf der Mondoberfläche zu landen, ohne die Landefähre Vikram zu beschädigen. Am 4. September 2023 hob die Vikram-Landefähre noch einmal für ein Hüpfexperiment kurz ab, berichtete die Isro in einem Tweet auf der X-Plattform(öffnet im neuen Fenster) .

Kurz zuvor wurden die Rampe zum Absetzen des Rovers sowie ein Seismometer und ein Experiment zur Messung von Wärmeleitfähigkeit und Temperatur des Mondbodens erfolgreich eingeklappt.

Anschließend folgte das Experiment. Dafür zündeten die Triebwerke des Landeroboters noch einmal und Vikram sei 40 Zentimeter hoch aufgestiegen. Anschließend sei Vikram in 30 bis 40 Zentimetern Abstand zur ersten Landestelle wieder zum Stehen gekommen. Damit sei Vikram zum zweiten Mal auf dem Mond gelandet, ohne dabei Schaden zu nehmen. Zudem habe das Landefahrzeug laut dem Isro-Tweet die Missionsvorgaben übertroffen.

Alles andere als ein einfaches Experiment

Was sich zunächst nach einem vielleicht spaßigen Experiment anhört, hat einen technisch relevanten Hintergrund. Mit dem sogenannten Kick-Start wurde die Fähigkeit zur zukünftigen Probenrückführung getestet. Außerdem kann diese Fähigkeit relevant werden, wenn Indien irgendwann auch Menschen auf der Mondoberfläche landen lassen will und diese nach Missionsende zurück zur Erde gebracht werden müssen.

Auch wenn das Manöver glückte, gehört es zu einem der gefährlicheren Manöver. Beim Wiederzünden der Triebwerke können größere Mengen an Staub aufgewirbelt werden, die zu Beschädigungen der Triebwerke und des Raumfahrzeugs führen können. Mittlerweile wurde die Chandrayaan-3-Mission beendet und konnte bereits einige wissenschaftliche Erkenntnisse sammeln.

Update vom 4. Oktober 2023 : Laut einem Interview von India Today(öffnet im neuen Fenster) mit P. Veeramuthuve, dem Direktor des Chandrayaan-3-Projekts, war das Hüpf-Experiment ungeplant.


Relevante Themen